Verheerender Brand im St. Jakobs Park: FC Basel mit massiven Schäden konfrontiert
Der Brand im St. Jakobs Park in Basel hat weitreichende und unvorhersehbare Folgen für den Traditionsklub FC Basel. Nachdem das Feuer zur Absage des Topspiels der Schweizer Liga zwischen dem FC Basel und dem FC Thun führte, hat sich nun FCB-Sportdirektor Daniel Stucki ausführlich zu den Konsequenzen der Katastrophe geäußert.
Millionenschaden durch verheerendes Feuer
„Der Schaden ist immens“, sagte Stucki dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und gab eine erste ernüchternde Schätzung ab: „Zehntausend oder hunderttausend Franken werden nicht reichen. Ich denke eher an Millionenbeträge.“ Die Dimension der Zerstörung übersteigt damit bei weitem erste Befürchtungen.
Komplette Zerstörung des Funktionstrakts
Insbesondere der Funktionstrakt des Stadions, in dem die deutsche Nationalmannschaft erst vor wenigen Wochen gegen die Schweiz mit 4:3 gewann, wurde massiv in Mitleidenschaft gezogen. Stucki listete die betroffenen Bereiche detailliert auf:
- Der gesamte Physio-Bereich und Staff-Bereich
- Alle Laptops und technischen Geräte der Athletik
- Das komplette Gym und der Videoraum
- Das Management-Büro
„Das ist alles nicht mehr brauchbar“, konstatierte der Sportdirektor nüchtern.
Ausrüstung der Profis komplett vernichtet
Auch die persönliche Ausrüstung der Spieler fiel den Flammen zum Opfer. „Die Schuhe der Spieler, alle persönlichen Gegenstände aus der Garderobe – das ist alles verbrannt oder durch den Ruß unbrauchbar geworden“, schilderte Stucki die dramatische Situation. Die Mannschaft steht buchstäblich vor dem Nichts: „Wir hatten ab Feld 1 kein einziges Material mehr übrig, das man für den Fußball braucht. Wir hatten nicht einmal mehr Bälle.“
Ungewisse Zukunft für das „Joggeli“
Wann im liebevoll „Joggeli“ genannten Stadion wieder gespielt werden kann, ist völlig unklar. Stucki erklärte: „Die Garderoben sind rußgeschwärzt, das ist auch sehr giftig. Man muss das professionell und speziell reinigen lassen, auch wegen des Geruchs.“ Zuerst muss die Forensik die Arena untersuchen, bevor Spezialfirmen mit der aufwändigen Sanierung beginnen können.
Erste Hinweise zur Brandursache
Zur Brandursache gab Stucki einen ersten Verdacht bekannt: „Man geht davon aus, dass der Brand vermutlich im Wellnessbereich entstanden ist. Wir gehen von einem massiven, unglücklichen Ereignis aus.“ Die genaue Ursache wird jedoch erst die weitere Untersuchung klären können.
Der FC Basel steht vor einer der größten Herausforderungen seiner jüngeren Vereinsgeschichte. Neben den materiellen Schäden in Millionenhöhe muss der Klub auch organisatorische Hürden überwinden, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie schnell sich der Traditionsverein von diesem schweren Schlag erholen kann.



