Das Fanbündnis „Unsere Kurve“ hat die erneute Zerstückelung des 33. Spieltags in den drei höchsten deutschen Profiligen scharf kritisiert. Wie das Bündnis am Dienstag mitteilte, ergeben sich in allen drei Ligen „pikante Konstellationen, in denen das Wissen um die vorherigen Ergebnisse der Konkurrenz einen Vorteil oder Gewissheit bringt“.
Ungleiche Bedingungen für Teams
„Die Teams, die später spielen, wissen, woran sie sind“, kritisierte das Fanbündnis. Im Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga würden besonders der VfL Wolfsburg und der 1. FC Heidenheim von „späten Ansetzungen“ profitieren, da sie die genaue Ausgangslage nach der Partie des FC St. Pauli bei RB Leipzig kennen. In der 2. Bundesliga stünden Paderborn und Bielefeld „besonders unter Druck“, da sie am Freitagabend spielen müssten. In der 3. Liga sei das Ergebnis der Partie Aue gegen Duisburg ein „sehr nützliches Wissen für die Aufstiegskonkurrenz“.
Forderung nach zeitgleichen Ansetzungen
Eine echte Wettbewerbsgerechtigkeit gebe es nur „bei zeitgleich angesetzten vorletzten Spieltagen“, schrieb „Unsere Kurve“. Seit der Saison 2020/21 sind die Anstoßzeiten am vorletzten Spieltag wie an allen Runden zuvor von Freitag bis Sonntag aufgeteilt. Erst am 34. Spieltag wird neunmal zeitgleich gespielt. Das Bündnis fordert daher eine Änderung der Ansetzungspraxis, um die sportliche Fairness zu gewährleisten.



