Ex-Bundesliga-Stürmer enthüllt skurriles Einstandsritual beim FC St. Pauli
Der ehemalige Bundesliga-Stürmer Richard Sukuta-Pasu (35) hat in einem aktuellen Podcast ein außergewöhnliches Einstandsritual während seiner Zeit beim FC St. Pauli enthüllt. Der Profi, der aktuell vereinslos ist und in seiner Karriere bereits 17 verschiedene Stationen durchlaufen hat, schilderte eine Aktion, die selbst ihn als erfahrenen Fußballer staunen ließ.
Weiß angemalt im Rostock-Trikot über die Reeperbahn
Im Podcast Kicken und Kohle beschreibt Sukuta-Pasu detailliert, was ihn bei seinem Einstand beim Hamburger Kiezklub zwischen 2009 und 2011 erwartete. Normalerweise seien Einstandsrituale harmlos gewesen, betonte der Stürmer, der in Deutschland, Österreich, Belgien, China, Südkorea, Thailand und Dänemark gespielt hat. Doch beim FC St. Pauli war alles anders.
Einstand war eigentlich immer easy. Du musst dann etwas vorsingen. Aber das ist nicht St. Pauli, so Sukuta-Pasu wörtlich. Mich haben die einfach weiß angemalt und ich hab' das Rostock-Trikot anziehen müssen – und die hassen Rostock. Anschließend musste er in diesem Aufzug über die berühmte Reeperbahn gehen, wo er nach eigenen Angaben extrem angepöbelt wurde.
Karaoke mit Tomaten als Gefahr
Das Ritual war damit noch nicht beendet. Im Anschluss an den Spaziergang durch das St. Pauli-Revier ging es für Sukuta-Pasu in eine Karaoke-Bar. Dort musste der Fußballprofi vor Publikum etwas vorsingen – mit einer besonderen Regel: Wenn du schlecht bist, können die dir dann Tomaten und so etwas zuwerfen, erklärte der Ex-Mittelstürmer die ungewöhnliche Einstandstradition des Vereins.
Die Kombination aus weißer Bemalung, dem Trikot des verhassten Rivalen Hansa Rostock, dem Gang über die Reeperbahn und der Karaoke-Einlage mit möglichem Tomatenbeschuss beschreibt Sukuta-Pasu als mutig und witzig zugleich. Eine Erfahrung, die sich deutlich von seinen anderen Vereinsstationen unterschied.
Sportliche Karriere des vielgereisten Stürmers
Sportlich sammelte Richard Sukuta-Pasu zwischen 2008 und 2012 insgesamt 37 Bundesliga-Einsätze für Bayer 04 Leverkusen, den FC St. Pauli und den 1. FC Kaiserslautern. In der 2. Bundesliga kam er auf beachtliche 111 Einsätze für den VfL Bochum, den SV Sandhausen und den MSV Duisburg. Insgesamt erzielte der Stürmer in seiner Profikarriere 18 Tore.
Die jetzt enthüllte Geschichte aus seiner Zeit beim FC St. Pauli zeigt einmal mehr, wie unterschiedlich die Einstandsrituale in verschiedenen Fußballkulturen sein können und welche besonderen Traditionen insbesondere bei Vereinen mit ausgeprägter Fanidentität wie dem Hamburger Kiezklub gepflegt werden.



