Doppelpass-Runde begrüßt historisches Bundesliga-Novum: Eta wird erste Cheftrainerin
Eta wird erste Bundesliga-Cheftrainerin: Doppelpass lobt Entscheidung

Historischer Wechsel bei Union Berlin: Eta wird erste Bundesliga-Cheftrainerin

Es war ein echter Paukenschlag in der Fußball-Bundesliga! Nach der 1:3-Niederlage beim 1. FC Heidenheim hat sich Union Berlin von Trainer Steffen Baumgart getrennt und ein historisches Novum geschaffen: Die bisherige U19-Trainerin Marie-Louise Eta übernimmt die "Eisernen" bis zum Saisonende und wird damit zur ersten Cheftrainerin in der Geschichte der Bundesliga. Diese bahnbrechende Entscheidung wurde im SPORT1-Doppelpass ausführlich diskutiert und von Experten weitgehend begrüßt.

Doppelpass-Experten äußern Verständnis und Lob

SPORT1-Experte Stefan Effenberg wünschte der neuen Trainerin alles Gute und betonte die dringende Aufgabe: "Sie muss den Jungs in den Hintern treten. Die absolute Priorität hat der Klassenerhalt." Effenberg hob hervor, dass es für Union-Geschäftsführer Horst Heldt wichtig sei, dass Eta das Klub-Umfeld bereits gut kenne und somit nahtlos einsteigen könne.

Auch Fredi Bobic, Head of Football bei Legia Warschau und langjähriger Hertha-Geschäftsführer, blickte positiv auf die Entscheidung in Köpenick: "Chapeau, dass Horst Heldt diesen Mut hat. Das wird etwas Gutes." Bobic hatte Eta bereits auf einer Podiumsdiskussion kennengelernt und schilderte seine Eindrücke: "Sie ist sehr angenehm, sie versteht etwas vom Fach. Was mir sehr sympathisch war, dass sie empathisch ist, aber auch klare Ansagen macht."

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Ein historischer Schritt für den Frauenfußball

Dass nun erstmals eine Frau an der Seitenlinie eines Bundesligisten steht, findet Bobic richtig und zeitgemäß: "Man muss mit der Zeit gehen und darf nicht in der Vergangenheit verharren und sagen, dass eine Frau dort nicht arbeiten kann. Das ist vorbei und das ist auch gut so." Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Meilenstein für die Gleichstellung im Profifußball und könnte wegweisend für andere Vereine werden.

Die sportliche Herausforderung: Klassenerhalt als oberstes Ziel

Für Marie-Louise Eta wird es in den verbleibenden fünf Saisonspielen darum gehen, Union Berlin nicht noch weiter in die Abstiegszone rutschen zu lassen. Nach der Niederlage gegen Schlusslicht Heidenheim beträgt der Vorsprung auf Rang 16 zwar immer noch sieben Punkte, doch die Tendenz der Rückrunde gibt Anlass zur Sorge. Nur zwei Siege holten die Berliner aus den vergangenen vierzehn Spielen – eine Bilanz, die schließlich zur Trennung von Baumgart führte.

Stefan Effenberg befand die Entlassung zum jetzigen Zeitpunkt für richtig: "Für mich ist es der richtige Zeitpunkt, um Baumgart zu entlassen. Sie können nicht nur sportlich und spielerisch nicht überzeugen, sondern konnten auch die Punkte nicht einsammeln, um gesichert zu sein. Das ist eine gefährliche Tabellensituation."

Fredi Bobic äußerte ebenfalls Verständnis für die Entlassung, vermutete aber größere Gründe hinter der Entscheidung: Er sei sich sicher, dass Horst Heldt "diese Entscheidung treffen musste und er auch in die Mannschaft hineingehört hat, in der es vielleicht auch nicht mehr stimmt zwischen Trainer und Spielern. Das können die Gründe sein, ansonsten musst du im Mittelfeld nicht so reagieren."

Der Einstand mit immenser Bedeutung

Erst Mitte Januar hatte Union Berlin den Vertrag mit Steffen Baumgart verlängert, doch die sportliche Entwicklung zwang zum Handeln. Etas Einstand am kommenden Spieltag ist nun von immenser Bedeutung für den weiteren Saisonverlauf: Am Samstag treffen die Köpenicker im Heimspiel auf den ebenfalls abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg. Ein Sieg in diesem direkten Duell könnte die Abstiegsängste – zumindest die unmittelbaren – wohl recht sicher begraben und der neuen Trainerin einen perfekten Start ermöglichen.

Die Augen der gesamten Fußballwelt werden nun auf Marie-Louise Eta und Union Berlin gerichtet sein, nicht nur wegen der sportlichen Herausforderung, sondern auch wegen dieses historischen Schrittes, der die Bundesliga nachhaltig verändern könnte.

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