Marie-Louise Eta überrascht von Ernennung zur ersten Cheftrainerin der Bundesliga
Eta überrascht von Ernennung zur ersten Bundesliga-Cheftrainerin

Eta gesteht Überraschung über historische Ernennung zur Cheftrainerin

Marie-Louise Eta hat in einem exklusiven Interview mit Sky Sport eingeräumt, dass ihre Ernennung zur Cheftrainerin von Union Berlin auch für sie selbst unerwartet kam. „Ich habe mich über das Vertrauen sehr gefreut, war natürlich schon auch überrascht“, erklärte die 34-Jährige, die damit die erste Cheftrainerin eines Bundesliga-Vereins in der Geschichte des deutschen Männerfußballs ist. Die historische Entscheidung erfuhr sie während der direkten Vorbereitung auf ein U19-Spiel am Sonntagvormittag, was die Situation zusätzlich spannend machte.

Emotionale Herausforderungen und erste Amtshandlungen

Trotz der großen Freude über die Beförderung beschrieb Eta die ersten Stunden als emotional anspruchsvoll. „Es war nicht das Einfachste, den Jungs und dem Trainerteam am Samstagabend zu sagen, dass ich am Sonntag nicht kommen kann“, gestand sie. Als nächsten Schritt rief sie sofort ihren Mann an, um die Neuigkeiten zu teilen. Die offizielle Vorstellung als neue Cheftrainerin erfolgte in der Nacht zum Sonntag, nachdem Steffen Baumgart aufgrund einer 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim entlassen worden war.

Umgang mit öffentlicher Aufmerksamkeit und Sozialen Medien

Auf negative Kommentare in Sozialen Netzwerken reagiert Eta gelassen. „Ich habe sowieso noch nie Kommentare gelesen, weil das ja ein grundsätzliches gesellschaftliches Thema ist, dass Menschen meinen, sie müssten in Sozialen Netzwerken ihre Meinung äußern oder teilweise auch beleidigend sein“, betonte sie. Stattdessen konzentriert sie sich auf die positiven Rückmeldungen: „Es wurde an mich herangetragen, dass es so was gibt, aber ich freue mich viel mehr über die positiven Beiträge.“

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Erstes Spiel und sportliche Ziele

Am Samstag um 15.30 Uhr steht Eta erstmals an der Seitenlinie von Union Berlin, wenn das Team auf den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg trifft. „Die Jungs wissen um die Situation. Die kennen die Tabelle. Da brauche ich ihnen nicht klar machen oder irgendwelche Punkte vorrechnen, sondern es geht um Fußball, es geht um Inhalte, dass wir es gemeinsam auf dem Platz hinbekommen, bestmögliche Leistung zu bringen“, erklärte die neue Cheftrainerin. Das Ziel ist klar: sich endgültig aus dem Abstiegskampf zu verabschieden und die Mannschaft zu stabilisieren.

Zukunftsperspektiven und klare Aussagen der Vereinsführung

Wie lange Eta für die Männermannschaft verantwortlich sein wird, bleibt vorerst offen. Während Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball bei Union, für die kommende Saison eine Hintertür offen ließ, gab Präsident Dirk Zingler eine deutliche Ansage: „Diese Diskussion führe ich gar nicht. Es ist immer eine fachliche, inhaltliche Entscheidung, wer welche Mannschaft trainiert und sie mit dieser Diskussion zu begleiten, da tun wir ihr und auch dem Frauenfußball insgesamt einen Bärendienst.“ Abschließend stellte er klar: „Marie-Louise Eta wird für fünf Spiele hier verantwortlich sein und danach wird sie die Frauen übernehmen.“

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