Spätes Eggestein-Tor katapultiert Freiburg auf Europapokal-Kurs - Heidenheim taumelt
Eggestein-Tor bringt Freiburg Sieg - Heidenheim in Not

Spätes Eggestein-Tor katapultiert Freiburg auf Europapokal-Kurs - Heidenheim taumelt

Beflügelt von der jüngsten Europa-League-Halbfinalpremiere und einem entscheidenden späten Treffer hat der SC Freiburg seine europäischen Ambitionen in der Bundesliga eindrucksvoll untermauert. Der 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim verschärft zugleich die ohnehin schon prekäre Abstiegssituation des Tabellenletzten, dessen Rettung nun nahezu unmöglich erscheint.

Freiburg kontrolliert das Spielgeschehen

Wenige Tage nach dem erfolgreichen Weiterkommen im Europapokal bei Celta Vigo dominierten die Freiburger vor heimischer Kulisse das Spiel gegen Heidenheim über weite Strecken. Den entscheidenden Unterschied machte schließlich Maximilian Eggestein, der den Siegtreffer in der 81. Minute erzielte und seine Mannschaft damit auf den siebten Tabellenplatz katapultierte. Bereits in der 24. Minute hatte Johan Manzambi die Führung für den SC erzielt, ehe der eingewechselte Budu Siwsiwadse für die Gäste in der 59. Minute den Ausgleich erzielte.

Heidenheim in akuter Abstiegsgefahr

Der 1. FC Heidenheim hielt zwar nach Kräften dagegen, steckt bei noch vier ausstehenden Spielen jedoch in akuter Abstiegsgefahr. Besonders problematisch: Konkurrenten wie der VfL Wolfsburg oder der FC St. Pauli konnten zeitgleich wichtige Punkte sammeln. Heidenheim hat nun bereits sieben Punkte Rückstand auf den rettenden Relegationsplatz, was die Situation für den Tabellenletzten dramatisch verschärft.

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Schuster fordert Kontinuität von seiner Mannschaft

SC-Coach Julian Schuster betonte vor dem Spiel die Bedeutung von Kontinuität: „Die Kunst und Qualität ist es, wieder so eine Leistung abzurufen und nicht in den Erfolgen zu verharren.“ Seine Mannschaft – im Vergleich zum Europa-League-Spiel auf fünf Positionen verändert – ließ den Worten zunächst Taten folgen und kam bereits in der 13. Minute durch Manzambi zur ersten großen Chance.

Taktische Anpassungen und persönliche Schicksalsschläge

Anders als beim lang ersehnten Befreiungsschlag zuletzt gegen den 1. FC Union Berlin wählte FCH-Trainer Frank Schmidt einen spielerischen Ansatz. Kurzfristig musste er dabei auf die angeschlagene Freiburg-Leihgabe Eren Dinkçi verzichten, der damit auf seinen 100. Bundesliga-Einsatz warten muss. Die Krebsdiagnose bei Dinkçis Freundin hatte in der vergangenen Woche für Aufmerksamkeit gesorgt, weshalb vor dem Spiel in Freiburg eine DKMS-Registrierungsaktion stattfand.

Wechselhafte zweite Halbzeit entscheidet das Spiel

Ohne Dinkçi waren Niklas Dorsch – zurück in der Startelf – und Torjäger Marvin Pieringer die Antreiber bei Heidenheim. Allerdings ließen sie mehrere Möglichkeiten ungenutzt und mussten einen unglücklichen Gegentreffer hinnehmen, als Manzambis Schuss von FCH-Abwehrchef Patrick Mainka unhaltbar abgefälscht wurde.

Aus der Kabine kam Heidenheim in der zweiten Halbzeit mit deutlich mehr Energie – auch dank des frisch eingewechselten Budu Siwsiwadse. Der georgische Angreifer glich in der 59. Minute sehenswert aus und brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel. SC-Coach Schuster reagierte ungehalten und versuchte, seine Mannschaft wachzurütteln.

Die Entscheidung fiel schließlich in der Schlussphase: Nachdem Schuster mit frischen Spielern reagiert hatte, taten die Gastgeber wieder mehr fürs Spiel und wurden durch Eggesteins Treffer in der 81. Minute belohnt. Dieser späte Siegtreffer sicherte nicht nur drei wichtige Punkte, sondern festigt Freiburgs Position im Kampf um die Europapokalplätze nachhaltig.

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