Deutsch-russischer Top-Wrestler Dragunov bei WrestleMania 42 außen vor
Die Entscheidung der WWE, den deutsch-russischen Top-Wrestler Ilja Dragunov nicht für die Hauptcard der WrestleMania 42 zu berücksichtigen, hat bei zahlreichen Fans für erhebliche Verstimmung gesorgt. Der 32-jährige Athlet, der unter dem Ringnamen „Unbesiegbar Zar“ bekannt ist, muss stattdessen bei der jährlichen Andre the Giant Memorial Battle Royal antreten, die während der „Go Home Show“ der TV-Sendung Friday Night SmackDown in Las Vegas stattfindet.
Fans reagieren mit Enttäuschung und Kritik
Die Reaktionen in den sozialen Medien fielen deutlich aus. Der spanische Wrestling-Streamer LuigiWrestling kommentierte auf X: „Es ist ein Verbrechen, das die beiden auf der WrestleMania-Card fehlen“. Viele weitere Fans schlossen sich dieser Kritik an, wobei eine Antwort lautete: „Wir verdienen dich nicht, Ilja Dragunov“. Die Massenschlacht zu Ehren des Ringmythos Andre the Giant gilt traditionell als Trostpreis für Wrestler, für die die WWE keine größeren Pläne beim Jahreshöhepunkt WrestleMania hat.
Dragunovs Karriere und aktuelle Situation
Ilja Dragunov, bürgerlich Ilja Rukober, wurde im Januar 2019 von der WWE verpflichtet, nachdem er zuvor in der deutschen und europäischen Wrestling-Szene mit intensiven und emotional mitreißenden Matches auf sich aufmerksam gemacht hatte. Er etablierte sich zunächst im europäischen NXT UK-Kader und später im US-Aufbaukader NXT, wo er beide Shows als Champion anführte. Besonders hervorzuheben ist seine Rivalität mit dem späteren World Champion Gunther, die zu zwei mit dem begehrten Fünf-Sterne-Rating prämierten Duelle führte.
Im vergangenen Herbst gewann Dragunov seinen ersten Hauptkader-Gürtel, den US Title, von Sami Zayn, verlor ihn jedoch später an Carmelo Hayes. Interessanterweise fehlt auch Hayes auf der WrestleMania-Card, offiziell aufgrund einer Knieverletzung, was unter Fans noch größere Diskussionen auslöste als Dragunovs Absenz.
Signalwirkung und Perspektiven
Die Entscheidung der WWE hat eine klare Signalwirkung: Für die vorderste Reihe der Talente, die im vergangenen Jahr in den Hauptkader vorgestoßen sind – darunter Oba Femi, Trick Williams und Je’Von Evans – wurden Cardplätze für WrestleMania geschaffen. In dieser ersten Reihe ist Dragunov aktuell nicht vertreten. Trotz des großen Respekts, den sich der 1,78 Meter große Athlet auch hinter den Kulissen erarbeitet hat, scheint ihm aus WWE-Sicht noch etwas zu fehlen, um als „undeniable“ – also unumgänglich – eingestuft zu werden.
WWE-Legende Shawn Michaels, der bei NXT als Dragunovs Lehrmeister fungierte, betonte bereits 2023 im Gespräch mit SPORT1 seine hohe Wertschätzung: „Er ist unglaublich begabt – und auf unglaubliche Weise einzigartig.“ Nichtsdestotrotz muss Dragunov weiteren etablierten Namen wie Damian Priest, Solo Sikoa, Tiffany Stratton, Rey Fenix und Shinsuke Nakamura den Vortritt lassen, die ebenfalls nur einen Platz bei SmackDown erhielten.
Für den deutsch-russischen Top-Wrestler ist es zwar keine Schande, in diesem Jahr nicht auf der WrestleMania-Card zu stehen, doch die enttäuschten Reaktionen der Fans zeigen deutlich, dass viele ihn auf der größten Bühne des Wrestling-Weltmarktführers sehen wollten. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Dragunov den nächsten Schritt in seiner Karriere machen und sich dauerhaft in der ersten Reihe der WWE etablieren kann.



