Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat am bislang heißesten Tag in Winston-Salem geschwitzt. Beim Training unter praller Sonne bei über 30 Grad Celsius gab es jedoch einen Lichtblick: Das erste WM-Spiel gegen Curaçao findet in einem klimatisierten Stadion statt. Bundestrainer Julian Nagelsmann und sein Team bereiten sich in North Carolina auf die Partie in Houston vor.
Training bei extremen Temperaturen
Am Vormittag Ortszeit waren alle 27 Akteure auf dem Gelände der Wake Forest University im Einsatz. Die Thermometer zeigten deutlich über 90 Grad Fahrenheit, umgerechnet mehr als 30 Grad Celsius. Die vier Torhüter um Manuel Neuer trugen dennoch wie gewohnt lange Trainingshosen und Handschuhe. Bundestrainer Nagelsmann suchte zwischendurch Kühlung an einem Wassersprenger. Bei den Trinkpausen sorgte ein Ventilator mit Verdunstungskälte am Spielfeldrand für etwas Erfrischung.
Undav: „Ich bin froh, dass das Stadion geschlossen ist“
Das erste WM-Spiel am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) wird mittags um 12.00 Uhr Ortszeit angepfiffen, wenn für Houston ebenfalls über 30 Grad vorhergesagt sind. Die Partie wird jedoch unter dem geschlossenen Hallendach des über 60.000 Zuschauer fassenden NRG Stadiums stattfinden. „Ich bin froh, dass das Stadion geschlossen ist. Dann ist es nicht so heiß wie beim Training“, sagte Stuttgarts Stürmer Deniz Undav. Der 29-Jährige meidet im Teamcamp möglichst die Hitze draußen: „Ich gehe nicht so viel raus, ich bin oft in Räumen.“ Im Freien trägt er sogar eine Jacke, „damit ich keinen Sonnenstich bekomme“.
Tah: Hitze als Extra-Challenge
Die klimatischen Bedingungen sind ein Gesprächsthema im Team. „Natürlich ist es extrem heiß, aber das wussten wir auch schon vorher“, sagte Bayern-Profi Jonathan Tah. Der 30-jährige Abwehrspieler will jedoch nicht klagen: „Das kann für uns eine Extra-Challenge im Turnier sein. Am schlechtesten geht man damit um, wenn man sich darüber beschwert.“ Er betont: „Man sollte das annehmen. Wir haben alles, was wir brauchen, um das so gut wie möglich auszugleichen. Es wird wichtig sein, das auszublenden und sich aufs Wesentliche zu fokussieren. Dann wird es auch nicht wichtig sein, wie heiß es ist, ob es jetzt 25 oder 35 Grad sind.“



