Vom Feldrand zum Tanzsport: Cheerleading-Meisterschaft in Neubrandenburg
Im Neubrandenburger Jahnsportforum herrschte ein buntes und lautes Treiben, als Hunderte junge Cheerleader ihre beeindruckenden Fähigkeiten präsentierten. Die Meisterschaft „Baltic Cheermasters“ machte in der Stadt Station und verwandelte die Halle in eine Arena der Akrobatik und Choreografie.
Sechs Bundesländer im Wettstreit
Organisiert wurde das Event von GermanCheerOpen aus Nürnberg, die jährlich neun verbandsunabhängige Meisterschaften ausrichten. „Jeder kann mitmachen“, betont Hilger Schmidt, Vorsitzender der GermanCheerOpen, und unterstreicht damit den inklusiven Charakter des Sports.
Teams aus folgenden Bundesländern traten an:
- Mecklenburg-Vorpommern
- Brandenburg
- Berlin
- Schleswig-Holstein
- Nordrhein-Westfalen
- Niedersachsen
Aus Mecklenburg-Vorpommern waren Mannschaften aus Rostock, Stralsund, Neubrandenburg und Greifswald vertreten. Die Lazy Wizards vom Polizeisportverein 90 repräsentierten dabei die Gastgeberstadt.
Neubrandenburg als idealer Austragungsort
Holger Schmidt hob hervor, dass Neubrandenburg mit dem Jahnsportforum und der angrenzenden Nebenhalle perfekte Bedingungen bietet. „Die Baltic Cheermasters sollen daher künftig häufiger in Neubrandenburg stattfinden“, erklärte er und verwies auf die ausreichenden Flächen zum Aufwärmen und Üben.
Teamsport mit historischen Wurzeln
Die Teams bestanden aus ein bis dreißig Personen in drei Altersklassen. Schmidt betonte besonders das Gemeinschaftsgefühl: „Das Schöne am Cheerleading ist, dass es ein Teamsport ist, der mit viel Integration und Vertrauen zu tun hat. Das ist hier viel wichtiger im Vergleich zu anderen Sportarten.“
Historisch gesehen begann Cheerleading als Randsportart am Spielfeldrand von Footballspielen und war ursprünglich ein Jungensport. Heute sind Jungen zwar in der Minderheit, bleiben aber fester Bestandteil der Teams. Cheerleading hat sich längst zu einer eigenständigen Sportart entwickelt, die Akrobatik, Tanz und Teamgeist vereint.



