NBA-Profis Karriereende nach kontroversen Äußerungen in sozialen Medien
Die Chicago Bulls haben eine deutliche Entscheidung getroffen und sich von ihrem Guard Jaden Ivey getrennt. Der Grund für die sofortige Entlassung des Basketballprofis waren kontroverse Äußerungen, die Ivey in einem Instagram-Livestream über die LGBTQ-Bewegung machte und die als teamschädigend eingestuft wurden.
Team reagiert umgehend auf teamschädigendes Verhalten
In einer offiziellen Mitteilung des NBA-Teams hieß es: „Die Chicago Bulls haben heute bekanntgegeben, dass das Team Guard Jaden Ivey aufgrund von teamschädigendem Verhalten entlassen hat.“ Diese Entscheidung folgte auf einen Livestream, in dem Ivey die Solidarität der NBA mit der LGBTQ-Community öffentlich kritisierte.
Der 24-jährige Profi äußerte sich in dem ursprünglich auf seinem Instagram-Kanal veröffentlichten Stream nach Angaben mehrerer US-Medien kritisch über den Pride Month: „Sie verkünden den Pride Month in der NBA. Sie zeigen es der Welt. Sie sagen: Kommt zu uns für Pride, für den Pride Month, um Unrecht zu feiern.“ Ivey stellte in seinen Ausführungen die Frage, wie die Liga Solidarität mit der LGBTQ-Community zeigen könne, während seiner Meinung nach andere nicht über Gerechtigkeit sprechen dürften.
Ivey reagiert mit erneuter Live-Übertragung
Stunden nach der Entlassungsentscheidung ging der Basketballspieler erneut live und sprach in einem weiteren Stream über seinen Glauben. Nach Berichten US-amerikanischer Medien äußerte er, dass die Meisterringe von Legenden wie Michael Jordan und LeBron James „am Tag des jüngsten Gerichts“ nichts wert seien. Ivey betonte, dass die Trennung nicht an ihm gelegen habe.
Der Sportler befindet sich derzeit in der Rehabilitation von einer Verletzung und sollte in dieser Saison ohnehin nicht mehr zum Einsatz kommen. Die Bulls hatten Ivey erst am 3. Februar durch ein Tauschgeschäft mit den Detroit Pistons verpflichtet. Wegen anhaltender Schmerzen stand er seit dem 11. Februar nicht mehr auf dem Platz und absolvierte insgesamt nur vier Partien für Chicago.
NBA und Pride Nights: Ein sensibles Thema
Der Pride Month, der im Zeichen der Rechte für lesbische, schwule, bisexuelle, Trans- und queere Menschen (LGBTQ) steht, findet in den USA traditionell im Juni statt. Da die NBA-Saison zu diesem Zeitpunkt bereits in den Finals ist und nur noch zwei Teams aktiv sind, veranstalten viele Mannschaften früher in der Saison sogenannte Pride Nights. An diesen speziellen Spieltagen demonstrieren die Teams ihre Solidarität und Unterstützung für LGBTQ-Menschen durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen.
Trainer Donovan äußert sich professionell zur Trennung
Bulls-Trainer Billy Donovan nahm vor dem Spiel gegen die San Antonio Spurs, das mit 114:129 verloren ging, zur Trennung von Ivey Stellung. Der erfahrene Coach betonte die Vielfalt innerhalb der Organisation: „Bei den Bulls arbeiten Menschen aus allen Bereichen. Jeder hat seine eigenen persönlichen Erfahrungen. Aber wir müssen alle professionell sein.“
Donovan führte weiter aus: „Es muss ein hohes Maß an Respekt geben füreinander, wir müssen einander helfen und diesen Anforderungen gerecht werden.“ Der Trainer vermied es, die konkreten Äußerungen seines ehemaligen Spielers explizit zu kommentieren, äußerte aber die Hoffnung, dass es Ivey gut gehe.
Diese Entscheidung der Chicago Bulls unterstreicht die Sensibilität des Themas LGBTQ-Rechte im professionellen Sport und zeigt, wie Teams mit kontroversen öffentlichen Äußerungen ihrer Spieler umgehen. Die NBA hat in den vergangenen Jahren verstärkt Initiativen zur Förderung von Diversität und Inklusion umgesetzt, was von den meisten Teams unterstützt wird.



