Werder Bremens Sorgenkind Boniface: Auch gegen Köln kein Kaderplatz
Victor Boniface und seine anhaltenden Fitnessprobleme bleiben bei Werder Bremen ein dominierendes Thema. Nun hat sich Trainer Daniel Thioune erneut zu den körperlichen Defiziten des Stürmers geäußert und klargestellt, dass der Nigerianer auch im anstehenden Spiel beim 1. FC Köln keine Rolle spielen wird.
Thioune äußert Enttäuschung über Boniface' Zustand
„Wir sind schon davon ausgegangen, dass er in einem besseren körperlichen Zustand zu uns zurückkehrt“, sagte der Werder-Coach vor der Partie am Sonntag. Thioune betonte deutlich: „Ein Spieler, der nicht spielfähig ist, der wird nicht in den Kader rücken.“ Der 25-jährige Boniface hatte sich zu Beginn des Jahres einer Knieoperation unterziehen müssen und fällt seitdem aus.
Zunächst hatte der Angreifer seine Rehabilitation bei Bayer Leverkusen absolviert, das ihn im Sommer an Werder ausgeliehen hatte. Zuletzt war Boniface jedoch nach Bremen zurückgekehrt und hatte dort auch am Mannschaftstraining teilgenommen. „Wir haben uns entschieden, ihn über das Mannschaftstraining, nicht individuell heranzuführen“, erklärte Thioune den Ansatz.
Fitnessrückstand noch zu groß für Profifußball
Doch der Fitnessrückstand des Stürmers ist nach wie vor erheblich. „Wenn jemand nicht in einem Profifußball fähigen Zustand ist, dann kann er nicht spielen“, stellte der Bremer Trainer unmissverständlich klar. Gleichzeitig bat Thioune um etwas Nachsicht für den Spieler: „Vielleicht habe ich auch ein paar mehr Hintergründe, warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist.“
Die Entscheidung, Boniface nicht für das Spiel in Köln zu berücksichtigen, unterstreicht die ernsthafte Sorge um den körperlichen Zustand des Nigerianers. Der Stürmer, der eigentlich eine Verstärkung für die Bremer Offensive darstellen sollte, kann seine Qualitäten derzeit nicht auf dem Platz zeigen.
Ailton übt deutliche Kritik an Boniface' Kondition
Zuletzt hatte auch Werder Bremens Stürmer-Legende Ailton deutliche Kritik am Zustand von Boniface geäußert. „Der Bauch ist unglaublich. Er muss unbedingt abnehmen. Für mich ist klar: In dieser Form kann er keine Hilfe für Werder sein“, hatte der 52-jährige Brasilianer laut „Bild“ über den Nigerianer gesagt.
Interessant dabei: Ailton selbst war in seiner aktiven Zeit als Profi nicht immer der fitteste Fußballer und schleppte gerne das eine oder andere Kilo mehr mit sich herum. Der Angreifer, der Bremen in der Saison 2003/04 mit 28 Toren zur deutschen Meisterschaft geschossen hatte, kommentierte dies mit den Worten: „Ich war trotzdem sehr schnell und habe es mit meinem Körper sehr gut gemacht.“
Die Situation um Victor Boniface entwickelt sich zunehmend zu einem ernsthaften Problem für Werder Bremen. Während der Verein dringend auf die Offensivqualitäten des Nigerianers angewiesen wäre, kann dieser aufgrund seiner körperlichen Verfassung nicht helfen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Boniface den Anschluss an das Profiniveau noch finden kann oder ob sich die Investition in den Stürmer als Fehlkalkulation erweisen wird.



