Bittere Pleite gegen Augsburg: Werder Bremen muss weiter zittern
Bittere Pleite gegen Augsburg: Werder weiter im Abstiegskampf

Werder Bremen muss weiter um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga bangen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune unterlag am Samstag im Heimspiel gegen den FC Augsburg vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion mit 1:3 (0:2) und verpasste damit die vorzeitige Sicherung des Ligaverbleibs. Statt des erhofften Befreiungsschlags gab es an der Weser lange Gesichter und enttäuschte Mienen.

Schwache Vorstellung der Bremer

Die Grün-Weißen zeigten über weite Strecken eine enttäuschende Leistung. Nach zuletzt vier Punkten aus zwei Partien war die Euphorie groß, doch davon war auf dem Platz nichts zu sehen. Die Mannschaft tat sich in der Offensive enorm schwer und entwickelte in der ersten Halbzeit keine nennenswerte Torgefahr. Ganz anders die Gäste aus Augsburg: Sie ließen defensiv nichts anbrennen und nutzten ihre Chancen eiskalt.

Doppelpacker Kade als Stimmungsdämpfer

Anton Kade avancierte zum Matchwinner für den FCA. In der 24. Minute traf er nach feiner Vorarbeit von Michael Gregoritsch per Flachschuss zur Führung. Kurz vor der Pause legte er per Kopf nach (45.+3) und sorgte damit für eine komfortable 2:0-Halbzeitführung der Gäste. Die Bremer Fans quittierten den Auftritt ihrer Mannschaft mit lauten Pfiffen und zeigten so ihren Unmut.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Anschlusstreffer reicht nicht

Nach dem Seitenwechsel kamen die Bremer mit mehr Schwung aus der Kabine. Romano Schmid erzielte in der 64. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2, der neue Hoffnung keimen ließ. Doch die Freude währte nur kurz: Kristijan Jakić stellte nur fünf Minuten später (69.) den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Eine Schlussoffensive der Hausherren blieb aus, der Sieg der Augsburger geriet nicht mehr in Gefahr.

Stimmen zum Spiel

„Wir haben uns das ein Stück weit anders vorgestellt. Bei den Gegentoren musst du enger dran sein, das musst du besser machen“, kritisierte Werder-Sportchef Clemens Fritz in der Halbzeit bei Sky. „Intern hat bei uns keiner davon gesprochen, dass wir schon durch sind. Wir haben uns das anders vorgestellt und müssen jetzt mehr auf den Platz bringen.“ Auch Trainer Daniel Thioune zeigte sich enttäuscht: „Ich würde mir natürlich wünschen – da mache ich kein Geheimnis draus – dass sich zum Wochenende vieles zu unseren Gunsten erledigen kann. Aber heute war das nicht der Fall.“

Tabellensituation spitzt sich zu

Durch die Niederlage schmilzt der Vorsprung von Werder Bremen auf den Relegationsplatz auf möglicherweise drei Punkte. Die Augsburger hingegen bleiben zum fünften Mal in Folge unbesiegt und haben nun 40 Zähler auf dem Konto. Sie pirschen sich damit klammheimlich an die Europacupränge heran. Für Werder wird es nun eng: Mit schweren Auswärtsspielen in Hoffenheim und zum Saisonabschluss gegen Borussia Dortmund droht der Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration