Bielefeld-Frisur als Glücksbringer: Wimmers Haarschnitt soll VfL Wolfsburg retten
Eine ungewöhnliche Frisur könnte dem VfL Wolfsburg im Kampf um den Klassenerhalt helfen. Vor dem Auswärtsspiel bei Union Berlin überraschte Angreifer Patrick Wimmer (24) mit einem deutlich kürzeren Haarschnitt, der an seine Zeit bei Arminia Bielefeld erinnert. Der neue Look brachte dem Österreicher und seiner Mannschaft prompt Glück.
Trainer Hecking erkannte seinen Spieler kaum wieder
„Ich habe ihn erst gar nicht erkannt, als er in die Kabine kam“, scherzte Trainer Dieter Hecking (61) nach dem 2:1-Erfolg in Berlin. Es war Hecks erster Sieg im fünften Versuch seit seinem Amtsantritt beim VfL. Wimmer selbst hatte mit einem Traumtor zur wichtigen Auswärtsführung beigetragen und zeigte sich hinterher humorvoll.
„Ich habe mich selbst gewundert, dass ich den Ball so mit dem Außenrist treffen kann“, witzelte der Österreicher. „Vielleicht lag es auch an der neuen Frisur. Die habe ich früher bei Arminia Bielefeld und in meiner ersten Saison bei Wolfsburg getragen. Und das war eine erfolgreiche Zeit für mich. Vielleicht bringt sie mir auch jetzt Glück.“
Ehefrau Sarah hat das letzte Wort bei Frisurenfragen
BILD hakte nach, wer denn die Idee zur neuen Frisur hatte – Wimmer selbst oder seine Ehefrau Sarah? Der Angreifer antwortete mit einem Grinsen: „Meine Frau spricht auf jeden Fall das Machtwort. Ich kann mit Ideen kommen, aber sie sagt dann ja oder nein.“
Der Zeitpunkt für das wichtige Tor und die drei Punkte war auch privat perfekt gewählt. „Ich habe mit meiner Frau einen besonderen Tag. Wir sind am Samstag seit genau 400 Wochen oder genau 2800 Tagen zusammen. Es ist schön, weil es ein sehr besonderer Tag ist. Ich habe eine App, die etwas mitzählt“, verriet Wimmer.
Erster Sieg nach zwölf sieglosen Spielen
Der Dreier bei Union Berlin war der erste Wolfsburger Sieg nach zwölf sieglosen Spielen in Serie. Damit rückte der VfL auf zwei Punkte an den Relegationsplatz 16 (St. Pauli) heran. Nächsten Samstag kommt Borussia Mönchengladbach zu Gast, während St. Pauli nach Heidenheim reisen muss.
Trainer Hecking warnte jedoch vor zu viel Euphorie: „Es war ein erstes Lebenszeichen. Aber wir wissen auch, es müssen weitere kommen.“ Denn trotz des Erfolgs bleibt Wolfsburg weiterhin Vorletzter in der Tabelle.
„Wir haben alles in der eigenen Hand und das tut gut“, betonte Wimmer. Am letzten Spieltag könnte es zum Finale um den Klassenerhalt kommen, wenn der VfL bei St. Pauli antreten muss. Bis dahin hoffen die Wolfsburger, dass Wimmers Bielefeld-Frisur weiterhin Glück bringt.



