Belgien hat die USA im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mit 4:1 besiegt und sich damit für das Viertelfinale gegen Europameister Spanien am 10. Juli qualifiziert. Die Partie im Lumen Park in Seattle stand ganz im Zeichen des Rote-Karte-Skandals um US-Stürmer Folarin Balogun, dessen Sperre nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump auf Bewährung ausgesetzt worden war.
Skandal um Balogun überschattet das Spiel
Balogun war im Sechzehntelfinale nach einem groben Foul mit Rot vom Platz gestellt worden. Die Fifa setzte die Sperre jedoch auf Druck von Trump aus, der seinen angekündigten Besuch des Spiels zwei Tage zuvor abgesagt hatte. Der belgische Verband protestierte vor dem Spiel scharf und drohte sogar mit einem Gang vor ein ordentliches Gericht, falls Balogun auflaufen würde. Eine Stunde und 24 Minuten vor Anpfiff gaben die USA dann doch die Startaufstellung mit Balogun bekannt. US-Trainer Mauricio Pochettino sagte im Interview: „Dass er wieder dabeisein kann, ist wichtig für uns.“ Balogun wurde von den US-Fans mit ohrenbetäubendem Jubel empfangen, blieb im Spiel jedoch weitgehend blass – abgesehen von einer vermeintlichen Schwalbe und einem Schuss in der Schlussphase.
Belgien startet furios
Bereits in der 1. Minute gab es den ersten Warnschuss von Leandro Trossard, den US-Torwart Matt Freese parierte. In der 9. Minute fiel das 1:0 für Belgien: Charles De Ketelaere drückte den Ball nach einer Vorlage von Raskin aus vier Metern über die Linie. In der 17. Minute musste Ex-HSV-Star Amadou Onana verletzt am Knie ausgewechselt werden. ARD-Experte Bastian Schweinsteiger analysierte in der ersten Trinkpause knallhart: „Einfach alles!“ auf die Frage, was die USA besser machen müssten.
USA gleichen aus, Belgien schlägt zurück
In der 31. Minute gelang den USA der Ausgleich: Malik Tillman von Bayer Leverkusen zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern aufs Tor, und der eingewechselte Hans Vanaken lenkte den Ball mit dem Kopf ins eigene Tor. Vorausgegangen war ein umstrittener Foulpfiff gegen Balogun, den die Belgier als Schwalbe reklamierten. Doch Belgien schlug postwendend zurück: In der 33. Minute setzte sich De Ketelaere gegen zwei Bewacher durch und köpfte den Ball aus vier Metern zum 2:1 ein.
Belgien dominiert die zweite Halbzeit
In der 52. Minute verhinderte Tielemans mit einem Fuß ein Tor von Christian Pulisic. In der 57. Minute leistete sich US-Torwart Freese einen schweren Patzer: Er nahm den Ball mit der Brust an, zögerte und verlor ihn an De Ketelaere, der zu Vanaken passte. Vanaken traf aus 28 Metern ins Tor – auch US-Verteidiger Tim Ream war unglücklich beteiligt. Es wurde still im Stadion. In der 79. Minute traf Sebastian Berhalter den Pfosten, und in der 82. Minute schoss Balogun Torwart Courtois an. In der Nachspielzeit (90.+3) machte der eingewechselte Romelu Lukaku nach einem Ballverlust von Chris Richards das 4:1 perfekt und besiegelte den Rache-Sieg der Belgier.



