Belgien enttäuscht: 0:0 gegen Iran – De Bruyne-Sohn weint nach VAR-Entscheidung
Belgien enttäuscht: 0:0 gegen Iran – De Bruyne-Sohn weint

Belgien hat im zweiten Gruppenspiel der WM 2026 gegen Iran nur ein torloses Unentschieden erreicht. Die Roten Teufel dominierten die Partie in Los Angeles mit 81 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit, fanden aber kein Mittel gegen die leidenschaftlich verteidigenden Iraner. Der emotionalste Moment des Spiels ereignete sich kurz vor der ersten Trinkpause, als ein vermeintliches Tor der Iraner für Tränen auf der Tribüne sorgte.

VAR annulliert Iran-Tor – De Bruyne-Sohn getröstet

In der 25. Minute führte Iran einen Freistoß clever aus: Haji Safi steckte den Ball an der Mauer vorbei zu Mehdi Taremi, der frei vor Thibaut Courtois auftauchte und eiskalt einschob. Während die Iraner jubelten, war die Enttäuschung auf belgischer Seite groß. TV-Aufnahmen zeigten, wie Mason Milian De Bruyne (10), der Sohn von Kevin De Bruyne, von seiner Mutter Michèle Lacroix (32) getröstet werden musste. Doch der Video-Assistent (VAR) griff ein: Der Treffer wurde wegen Abseits zurückgenommen. Es blieb beim 0:0.

Belgien dominant, aber ideenlos

Belgien begann zwar dominant, wirkte im letzten Drittel jedoch oft ideenlos. Das Fehlen des verletzten Jeremy Doku war den Roten Teufeln deutlich anzumerken. Bereits in der 3. Minute sah Romelu Lukaku Gelb, nachdem er mit den Stollen voran in Irans Torwart Alireza Beiranvand gerauscht war. Danach scheiterten De Bruyne, Youri Tielemans und Maxim De Cuyper immer wieder an der iranischen Abwehr oder an Beiranvand. Der Iran-Keeper zeigte eine starke Leistung: Kurz vor der Pause parierte er gegen De Cuyper (44.), nach der Pause sogar noch spektakulärer. In der 59. Minute legte De Bruyne an der Grundlinie auf De Cuyper zurück, der aus sechs Metern schoss – doch Beiranvand hielt am Boden liegend irgendwie noch.

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Courtois rettet Belgien mit Glanzparaden

Auch Belgien hatte seinen Retter: Thibaut Courtois. In der 14. Minute parierte der Weltklasse-Keeper stark gegen Hossein Kanaani. In der 53. Minute verlor Belgien Taremi erneut aus den Augen, doch Courtois rettete aus kurzer Distanz mit seiner zweiten Glanzparade. Beide Torhüter erwischten einen Sahnetag, sodass es beim torlosen Remis blieb.

Politische Pfiffe gegen iranische Hymne

Vor dem Spiel gab es politische Proteste: Während der Hymne der Islamischen Republik waren Pfiffe und Buh-Rufe von den Rängen zu hören. Im Großraum Los Angeles lebt die größte iranische Exilgemeinde der Welt außerhalb des Irans. Die Pfiffe richteten sich nicht gegen die Mannschaft, sondern gegen die Hymne des Regimes in Teheran, die viele Exil-Iraner ablehnen.

Kurioser Rekord: Älteste Startelf der WM-Geschichte

Am Rande sorgte Iran für einen kuriosen Rekord: Die Startelf war im Schnitt 32,52 Jahre alt – so alt war noch nie eine Startelf in der WM-Geschichte. Den bisherigen Rekord hielt Deutschland, 1998 beim 2:0 gegen Iran. Belgien muss nun im letzten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien gewinnen, um das Achtelfinale zu erreichen.

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