Bayern-Talent Tom Bischof droht WM-Verpassen: Vom Stammspieler zum Bankdrücker
Bayerns Bischof droht WM-Verpassen: Vom Stamm zum Bankdrücker

Bayern-Talent Tom Bischof droht WM-Verpassen: Vom Stammspieler zum Bankdrücker

Die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko rückt näher, doch für einen deutschen Hoffnungsträger wird der Traum von der Teilnahme immer unwahrscheinlicher. Tom Bischof, der 20-jährige Mittelfeldspieler des FC Bayern München, kämpft aktuell mit einem dramatischen Formtief – nicht aufgrund schlechter Leistungen, sondern wegen der überragenden Konkurrenz in seinem eigenen Verein.

Vom Nationalspieler zum Reservisten

Noch im Sommer 2025 wechselte Bischof als vielversprechendes Talent ablösefrei von der TSG Hoffenheim nach München. Sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft feierte er im Juni 2025 in der Nations League gegen Frankreich. Die Perspektive schien glänzend: Bei den Bayern durchstarten und sich für die WM im Sommer 2026 empfehlen.

Doch die Realität sieht aktuell anders aus. Während Bischof in der Hinrunde noch regelmäßig Spielzeit bekam und sogar neunmal in der Bundesliga in der Startelf stand, hat sich seine Situation in der Rückrunde drastisch verschlechtert. In den letzten fünf Ligaspielen fehlte er komplett in der Anfangsformation, wurde lediglich dreimal für kurze 10 bis 15 Minuten eingewechselt und saß zweimal sogar ohne jeden Einsatz auf der Bank.

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Die Gründe für den Abstieg

Zu viele Spieler, zu wenige Spiele – so lässt sich Bischofs Situation knapp zusammenfassen. In der Hinrunde profitierten der junge Sechser und zeitweise Linksverteidiger noch von zahlreichen Verletzungen in der Bayern-Abwehr. Mittlerweile sind jedoch fast alle Feldspieler – mit Ausnahme von Alphonso Davies – wieder fit. Trainer Vincent Kompany hat dadurch weniger Rotationszwang, besonders da es im Februar nur eine englische Woche gab.

Bischofs letzter Startelf-Einsatz datiert bereits auf Ende Januar, als er im für das Weiterkommen nicht mehr entscheidenden Champions-League-Spiel in Eindhoven als Rechtsverteidiger aushalf. Seitdem ist er zum reinen Reservisten geworden.

WM-Traum in weiter Ferne

Dass die WM-Teilnahme mit einem Wechsel zu den Bayern schwer werden würde, war Bischof vermutlich bewusst. Im Mittelfeld konkurriert er direkt mit drei Nationalspielern: Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und Leon Goretzka. Diese Konkurrenzsituation spiegelt sich auch in der Nationalmannschaft wider: Während Bischof im Herbst noch als Kapitän der deutschen U21-Auswahl auflief, fand er keine Berücksichtigung im Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Zwar konnte sich Bischof zwischenzeitlich durch seine Flexibilität Hoffnungen auf eine Nominierung für die A-Elf machen, doch als reiner Bankdrücker wird der WM-Traum immer unrealistischer. Trainer Kompany hatte den Spieler zu Saisonbeginn noch gelobt: „Er hat die richtige Einstellung, viel Talent, ist am Ball sehr gut, gefährlich aus der Distanz. Das ist seine erste Saison auf richtigem Topniveau. Wir sind sehr froh, dass er bei uns ist.“

Doch diese Worte helfen Bischof aktuell wenig. Ohne regelmäßige Spielpraxis auf höchstem Niveau wird es für den 20-Jährigen extrem schwierig, sich für die Weltmeisterschaft zu empfehlen. Die Uhr tickt – und mit jedem Spiel, das Bischof auf der Bank verbringt, schwinden seine Chancen auf eine WM-Teilnahme.

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