Gelb-Alarm vor Bundesliga-Gipfel: Bayern-Topstars in Gefahr
Bei Bayern München herrscht vor dem wichtigen Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) eine besondere Nervosität. Gleich drei Schlüsselspieler des Rekordmeisters stehen kurz vor einer Gelbsperre, die sie für den Meisterschafts-Gipfel am 28. Februar beim direkten Verfolger Borussia Dortmund aussetzen lassen würde.
Kimmich, Tah und Goretzka mit vier Gelben Karten
Die Bayern-Stars Joshua Kimmich (31), Jonathan Tah (29) und Leon Goretzka (31) haben in der aktuellen Bundesliga-Saison bereits jeweils vier Gelbe Karten erhalten. Das Brisante daran: Eine weitere Verwarnung im Spiel gegen Eintracht Frankfurt würde automatisch zu einer Sperre für die Partie gegen den BVB führen.
Für Trainer Vincent Kompany (39) wäre dieser Ausfall in jedem der drei Fälle ein schwerer Schlag. Kimmich hat bislang 70 Prozent aller möglichen Ligaeinsätze absolviert, Tah sogar 79 Prozent – beide sind damit absolute Stammspieler unter dem belgischen Coach. Auch Goretzka, der auf 61 Prozent Einsatzzeit kommt, gehört zu den wichtigsten Säulen des Teams.
Kompanys klare Ansage zur Gelb-Gefahr
Auf die kritische Situation angesprochen, gab Kompany am Freitagvormittag eine deutliche Stellungnahme ab: „Ich kenne die Situation mit den Gelbsperren. Aber man kann nicht alles planen – ob es jetzt die Gelbsperren sind oder eine Verletzung. Wir müssen schlau sein, können aber auch nicht überschlau sein. Die Priorität ist es, gegen Frankfurt zu gewinnen. Wir können nicht weiter schauen als bis zu unserem nächsten eigenen Spiel und das werden wir auch nicht machen.“
Die Botschaft des Trainers ist eindeutig: Das Trio weiß um die Gefahr, und Kompany hofft natürlich, dass sich seine Spieler keine unnötigen Verwarnungen einhandeln. Spezielle Vorsichtsmaßnahmen oder gar eine Schonung der gefährdeten Akteure wird es jedoch nicht geben. Der Sieg gegen Frankfurt hat für die Bayern absolute Priorität.
Tabellenführung als größtes Ziel
Mit einem Erfolg gegen die Hessen könnten die Münchner ihren aktuellen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den zweitplatzierten Borussia Dortmund zumindest kurzzeitig auf neun Punkte ausbauen. Dies würde den BVB unter enormen Druck setzen, im Samstagabend-Topspiel bei RB Leipzig (18.30 Uhr/Sky) nachzuziehen.
Für das direkte Duell am 28. Februar hätten die Bayern dann mindestens ihren jetzigen Vorsprung in der Tasche. Sollte Dortmund in Leipzig sogar Punkte liegen lassen, könnte der Abstand sogar noch größer ausfallen. Diese Aussicht macht den Sieg gegen Frankfurt für Kompany und sein Team umso wichtiger – trotz der schwebenden Gelb-Gefahr über drei Schlüsselspielern.
Die Situation erinnert an vergangene Saisonendspiele, in denen Gelbsperren oft über Meisterschaften entschieden haben. Ob Kimmich, Tah und Goretzka die nötige Disziplin aufbringen können, wird sich am Samstag zeigen. Eines ist sicher: Die Bayern-Fans werden mit angehaltenem Atem verfolgen, wie sich ihre Stars in heiklen Zweikämpfen verhalten.



