Flick-Sieg reicht nicht: Barcelona scheitert blutig in Madrid
In der Liga läuft es gut, in den Pokalwettbewerben ist alles futsch! Der FC Barcelona scheitert wie bereits im spanischen Pokal nun auch in der Champions League an Atlético Madrid. Das Aus im Viertelfinale erfolgt, obwohl das Team von Trainer Hansi Flick das Rückspiel in Madrid mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Das fatale 0:2 im Hinspiel zu Hause lastete jedoch zu schwer auf den Katalanen.
Tumulte und Krawalle vor Anpfiff
Bereits vor dem sechsten Aufeinandertreffen der beiden Vereine in dieser Saison gab es massive Ausschreitungen. Atlético-Fans bildeten ein spektakuläres Pyro-Spalier für den Mannschaftsbus, was aufgrund des riesigen Andrangs zu Tumulten und Krawallen führte. Die Polizei musste einschreiten, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Jüngste Startelf der Barcelona-Geschichte
Im Hexenkessel von Madrid setzte Hansi Flick auf eine taktische Überraschung: Sturmstar Robert Lewandowski begann die Partie auf der Bank, während die mit durchschnittlich 24,9 Jahren jüngste Champions-League-Startelf der Vereinsgeschichte ins Rennen geschickt wurde. Diese junge Truppe erwischte Atlético Madrid früh eiskalt.
Früher Doppelschlag und brutale Szene
Bereits in der 4. Minute führte ein Rückpass von Lenglet zu einer blitzschnellen Kombination: Ferran Torres legte auf Lamine Yamal auf, der zum 0:1 einschob. Die Gäste blieben dominant und erhöhten in der 24. Minute durch Dani Olmos Genie-Pass auf Torres auf 0:2. Nur eine Minute später hätte Barcelona auf 0:3 erhöhen können, doch Fermin scheiterte mit einem Kopfball aus nächster Nähe.
Bei dieser Szene traf Atlético-Torwart Musso den Barcelona-Spieler mit den Stollen im Gesicht. Fermin blutete stark und musste minutenlang behandelt werden. Als er schließlich mit einem Turbanverband und Pflastern zurückkehrte, schlug Atlético zurück.
Atlético kontert und Barcelona bleibt zehn Mann
In der 31. Minute gelang Atlético der Anschlusstreffer: Griezmann spielte Llorente frei, der einen präzisen Querpass auf Lookman legte – 1:2. Nach der Pause drängte Barcelona auf das entscheidende 1:3, das die Verlängerung gebracht hätte. Torres traf erneut, doch der Treffer wurde nach Videobeweis wegen Abseits zurückgenommen.
Als Sörloth bei einem Entlastungsangschlag gefoult wurde, zeigte Schiedsrichter Turpin nach erneuter Videobewertung die rote Karte gegen Eric Garcia. Barcelona musste die letzten Minuten in Unterzahl überstehen. Garcia riss sich auf dem Weg in die Kabine wutentbrannt sein Trikot vom Leib.
Traditioneller Klub wartet weiter auf Triumph
Damit muss der traditionsreiche katalanische Klub weiter darauf warten, den begehrten Henkelpott wieder in die Höhe stemmen zu dürfen. Zuletzt gewann Barcelona die Champions League 2015 in Berlin während der Ära von Lionel Messi. Für Hansi Flick bedeutet dies das vorzeitige Aus in der Königsklasse dieser Saison.
Das Spiel in Madrid wird nicht nur wegen des sportlichen Ausscheidens, sondern auch wegen der brutalen Szenen und der tumultartigen Begleitumstände in Erinnerung bleiben. Barcelona zeigt zwar in der Liga starke Leistungen, doch in den internationalen Wettbewerben fehlt weiterhin die letzte Konsequenz.



