Bremens Abstiegskampf verschärft sich nach Backhaus-Fehler bei St. Pauli
Backhaus-Fehler kostet Bremen Abstiegsgipfel gegen St. Pauli

Bremens Abstiegssorgen wachsen nach Niederlage in Hamburg

Die Krise beim SV Werder Bremen nimmt bedrohliche Ausmaße an. Beim 1:2 (0:0) beim FC St. Pauli am Millerntor wartet der Bundesligist nun bereits seit 13 Spielen auf einen Sieg. Die Niederlage im direkten Duell mit einem Konkurrenten im Abstiegskampf wiegt besonders schwer, da St. Pauli Werder in der Tabelle überholt hat. Die Hamburger stehen nun auf dem Relegationsplatz, während Bremen auf dem vorletzten Rang abrutscht.

Fataler Fehler von Torwarttalent Backhaus

Den entscheidenden Moment der Partie lieferte Werder-Torwart Mio Backhaus in der 55. Minute. Der 21-Jährige ließ einen harmlosen Kopfballaufsetzer von Hauke Wahl durch die Finger gleiten, nachdem er den Ball eigentlich festhalten wollte. Dieser individuelle Fehler leitete die Niederlage der Bremer ein, obwohl der junge Torhüter mit seiner Entscheidung, den Ball zu halten statt abzuwehren, grundsätzlich richtig lag.

Jovan Milošević, der erst zwei Minuten zuvor eingewechselt worden war, gelang zwar der Ausgleich für Bremen in der 62. Minute. Doch St. Pauli antwortete prompt: Joel Chima Fujita traf nur acht Minuten später aus spitzem Winkel zum 2:1. In der Folge fand Werder kaum noch Mittel, um das Spiel zu drehen.

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Offensivschwäche bleibt Bremens Grundproblem

Bereits in der ersten Halbzeit zeigte sich das bekannte Muster der Bremer. Trotz überlegenen Ballbesitzes und mehr Initiative fehlte es an Durchschlagskraft im Abschluss. Die einzige wirkliche Torchance vor der Pause vergab Jens Stage in der 32. Minute, als er nach einer Freistoßflanke deutlich am Tor vorbeischoss.

Die Offensivschwäche, die bereits in der Vorsaison als Tabellenachter ein Problem war, setzt sich in dieser Spielzeit fort. In den vergangenen zehn Partien vor dem Spiel in Hamburg blieb Werder siebenmal ohne eigenen Treffer. Auch gegen St. Pauli fehlte es an Ideen und Präzision in den entscheidenden Momenten.

Trainerwechsel zeigt noch keine Wirkung

Der Wechsel von Horst Steffen zu Daniel Thioune auf der Trainerbank hat bisher keine Wende gebracht. Alle drei Partien unter Thiounes Regie endeten mit Niederlagen. Die Mannschaft wirkt weiterhin unsicher und findet nicht zu der notwendigen Konstanz, die im Abstiegskampf überlebenswichtig wäre.

Die kommenden Spiele werden für Bremen zur Nagelprobe. Während St. Pauli zur TSG Hoffenheim reist, erwartet Werder am Samstag den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim. Dieses Duell entwickelt sich zum echten Sechspunkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt. Für die Bremer geht es darum, endlich wieder Punkte zu holen und die Negativserie zu durchbrechen, bevor der Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze zu groß wird.

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