Die Basketballer von Alba Berlin haben das Finale der Basketball-Bundesliga erreicht. Nach einem überzeugenden 97:66-Sieg im entscheidenden fünften Halbfinalspiel gegen Bamberg am Dienstag feierten sie ausgelassen mit den Fans. In der ausverkauften Max-Schmeling-Halle hallte „Finale oho“ und Kapitän Jonas Mattisseck stimmte ein „Uffta“ an. Es war ein denkwürdiger Abend, der fast den Eindruck erweckte, Alba hätte bereits einen Titel gewonnen.
Die Machtverhältnisse im deutschen Basketball
Mit Blick auf die finanzielle und sportliche Dominanz des FC Bayern München ist der Finaleinzug für Alba Berlin jedoch bereits ein großer Erfolg. Bayern München ist der Liga finanziell enteilt und gibt etwa viermal so viel für sein Personal aus. Auf jeder Position sind die Münchner individuell besser besetzt. Für Alba ist das Finale daher eine Bonusrunde – das Soll ist erfüllt.
Der Weg ins Finale
Alba Berlin hatte einen anstrengenden Weg ins Finale. Gegen Vechta stand das Team bereits vor dem Aus, setzte sich aber im fünften Spiel durch. Auch gegen Bamberg ging die Serie über die volle Distanz. In beiden Fällen war der Heimvorteil entscheidend – ein Vorteil, der im Finale gegen Bayern fehlt. Dennoch zeigen die vergangenen Wochen eine erfreuliche Entwicklung der Mannschaft.
Eine positive Entwicklung
Nach einer desolaten Vorsaison mit vielen Niederlagen und einem großen Umbruch im Sommer hat sich ein Team gefunden, das gegen Widerstände ankämpft, zusammenhält und begeistern kann. Die Stimmung bei den Heimspielen war lange nicht mehr so ekstatisch wie am Dienstag. Ergebnistechnisch ist die Saison bereits jetzt zufriedenstellend: Finale in der BBL, Viertelfinale in der Champions League, Finalist im Pokal. Ohne die ärgerliche Niederlage im Pokalendspiel gegen Bamberg wäre sie sehr gut.
Ausblick auf das Finale
Ab Freitag (20.30 Uhr) geht es um die Meisterschaft. Die Chancen gegen die Bayern mögen klein sein, aber unmöglich ist eine Überraschung nicht. Bayern hat noch keine Niederlage in den Play-offs und konnte sich bereits fünf Tage auf die Finalserie vorbereiten. Alba hingegen musste hart kämpfen. Dennoch: Mit der Moral und Nervenstärke, die das Team in den vergangenen Wochen bewiesen hat, ist alles möglich. Die Zukunft mit vielen auslaufenden Verträgen ist noch offen, aber zunächst zählt der Moment.



