WM 2026: FIFA revolutioniert die Hymnen-Zeremonie
Jeder Fußball-Fan kennt den Gänsehaut-Moment vor einem Länderspiel: Die Nationalhymne ertönt, die 22 startenden Spieler stehen in einer Reihe und singen mit. Doch bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada wird alles anders. Die FIFA hat eine radikale Änderung angekündigt, die das Ritual vor dem Anpfiff grundlegend verändert.
Alle 26 Spieler im Kreis
Künftig werden nicht mehr nur die elf Startspieler, sondern alle 26 Akteure jedes Teams auf dem Platz sein. Sie versammeln sich um ein Banner im Mittelkreis, das die Nationalfarben trägt. „Während der Nationalhymnen versammeln sich alle 26 Akteure jedes Teams um das Banner im Mittelkreis, damit jeder einzelne von ihnen – also nicht nur die Startelf – diesen symbolträchtigen Moment voller Stolz und Emotionen erleben kann“, erklärte die FIFA eine Woche vor Turnierbeginn.
Begleitung durch Kinder und Jugendliche
Zudem werden die Teams beim Einlaufen von Kindern und Jugendlichen begleitet. Die FIFA verspricht eine „Reihe zusätzlicher visueller Elemente“, darunter kleine Nationalflaggen und das FIFA-Logo auf dem Spielfeld. Die Zeremonie soll im Turnierverlauf um weitere Elemente wie farbigen Rauch oder Pyrotechnik ergänzt werden.
Mannschaftsfoto nur mit Startelf
Allerdings sind die Ersatzspieler beim Handschlag der Spielführer und beim Mannschaftsfoto nicht mehr dabei. Das Foto wird weiterhin nur mit der Startelf gemacht. Die neue Zeremonie tritt mit dem Eröffnungsspiel am 11. Juni 2026 in Mexiko-Stadt zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika in Kraft. Deutschland bestreitet sein erstes Spiel am 14. Juni in Houston gegen Curaçao.
Die FIFA erhofft sich durch die Änderung eine stärkere Einbindung aller Spieler und eine emotionalere Atmosphäre. Kritiker bemängeln jedoch, dass die traditionelle Reihe der Spieler ein Symbol der Einheit sei. Die WM 2026 wird zeigen, ob die neue Zeremonie bei Fans und Spielern ankommt.



