München hat im Ringen um die nationale Olympia-Bewerbung eine eintägige PR-Tour bei Vertretern der deutschen Spitzenverbände durchgeführt. Oberbürgermeister Dominik Krause zeigte sich begeistert von der „wahnsinnigen Lust und Stimmung, die in der Stadt liegt“. Im Vergleich zu den anderen deutschen Interessenten Berlin und der Region Rhein-Ruhr mit Köln betonte der Grünen-Politiker: „Die Bewerbung in München hat einen Rückhalt, der seinesgleichen sucht.“
Referendum als Rückenwind
Bei einem Referendum im Herbst 2025 hatten sich 66,4 Prozent der Münchner für eine Bewerbung der bayerischen Landeshauptstadt für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ausgesprochen. Auch Rhein-Ruhr erzielte später eine Zustimmung von etwa zwei Dritteln. In Berlin ist kein Referendum geplant, während die Hamburger zuletzt gegen eine Bewerbung votierten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet im kommenden Herbst, mit welcher Bewerbung man ins internationale Rennen geht.
Söder: „An Geld und Sicherheit wird es nicht scheitern“
München setzt auf seine Erfahrung mit Großveranstaltungen, bereits 1972 fanden die Sommerspiele in der Stadt statt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte: „Ein neues Sommermärchen ist hier in München möglich.“ Er fügte hinzu: „Mein Idealfall wäre: Olympische Spiele, Paralympische Spiele und dann gehen wir alle gemeinsam auf die Wiesn.“ Zudem betonte Söder die Vorteile Münchens und des Freistaats: „Am Geld und an der Sicherheit wird es in Bayern nicht scheitern.“
Vor Spitzenfunktionären wie den Präsidenten des Deutschen Basketball Bundes (DBB), Ingo Weiß, und des Deutschen Tennis Bundes (DTB), Dietloff von Arnim, warben auch Sportler. Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl, mit vier Goldmedaillen bei den Sommerspielen 2021 und 2024 ausgezeichnet, sagte: „Nichts kann die nächste Generation so begeistern, so inspirieren und so packen wie Olympia.“
SAP Garden und Nymphenburger Schloss als Kulisse
Die Münchner hatten ihre Gäste am Vormittag in den SAP Garden geladen, eine der modernsten Multifunktionshallen Europas. Am Nachmittag ging es ins Schloss Nymphenburg. Im dortigen Schlosspark fand 1972 das olympische Dressurreiten statt – in der aktuellen Bewerbung ist ein ähnliches Event vorgesehen.



