Schock für die Scuderia Ferrari vor dem Qualifying (15 Uhr) des Großen Preises von Monaco: Teamchef Fred Vasseur (58) wurde in ein Krankenhaus in Monaco eingeliefert. Das Ferrari-Team gab in einer offiziellen Stellungnahme bekannt, dass Vasseur heute nicht an der Rennstrecke sein wird. Nach medizinischen Untersuchungen bleibe er zur Beobachtung in einer örtlichen medizinischen Einrichtung.
Vasseur fehlt beim Qualifying in Monaco
Bei den Freitags-Trainings war Vasseur noch wie gewohnt an der Strecke und freute sich über die Leistungen seiner beiden Piloten. Im ersten Training lag Charles Leclerc (28) vor Lewis Hamilton (41), im zweiten Training war Hamilton vor Leclerc. Die Hoffnung auf den ersten Ferrari-Sieg nach 33 erfolglosen Rennen ist auf dem winkligen Stadtkurs von Monaco so groß wie lange nicht. Die Scuderia gilt neben Red Bulls Max Verstappen (28) als Favorit.
Doch dann folgte die Schock-Nachricht. Der italienische Rennstall teilte mit, dass keine weiteren Details bekannt gegeben werden. Nur so viel: „Wir wünschen Fred eine schnelle Genesung und freuen uns darauf, ihn bald wieder an der Strecke zu sehen.“
Rückenprobleme plagen Vasseur seit Jahren
Wie BILD erfuhr, leidet der 58-jährige Franzose seit langer Zeit unter Rücken- und Bandscheibenproblemen. Auf manchen Flügen in den vergangenen Jahren waren die Schmerzen so stark, dass er trotz Business-Klasse über Stunden nur stehen konnte. Ob dies der Grund für seinen Ausfall in Monaco ist, bleibt unbekannt.
Vertretung durch Jérôme d'Ambrosio
Fest steht hingegen die Vertretung: Vasseurs Vize Jérôme d'Ambrosio (40) wird die Geschicke übernehmen. Der Belgier fuhr früher 20 Formel-1-Rennen für Virgin und Lotus, in der Formel E gewann er zwischen 2014 und 2020 drei Rennen. 2023 wechselte er ins Management-Team von Mercedes, 2024 ging er zu Ferrari und ist dort Vasseurs Stellvertreter. Nun rückt er erstmals ins erste Glied und könnte gleich den bisher größten Ferrari-Erfolg der laufenden Saison verantworten.



