EHC Red Bull München scheitert im DEL-Halbfinale: 'Wir sind nicht abgezockt genug'
Der Titeltraum des EHC Red Bull München ist endgültig geplatzt. Trotz eines kurzen Aufbäumens im fünften Halbfinalspiel bestraften die Adler Mannheim defensive Aussetzer der Münchner eiskalt und sicherten sich mit einem 4:1-Sieg den Einzug ins Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL).
Früher Rückstand und folgenschwere Fehler
Nach dem Hoffnungsschimmer vom Dienstag, als der EHC mit 5:1 siegte, gerieten die Münchner früh ins Hintertreffen. Alexander Ehl erzielte bereits in der vierten Minute das 1:0 für Mannheim. Tobias Rieder glich zwar in der achten Minute aus, doch dann häuften sich die Patzer. Kapitän Patrick Hager leistete sich zu Beginn des zweiten Drittels eine unnötige Strafzeit, die Nicolas Mattinen mit dem 2:1 eiskalt nutzte.
Das defensive Positionsspiel stimmte zu häufig nicht, und vor dem gegnerischen Tor war der EHC zu verschwenderisch. Chancen wie die Top-Möglichkeit von Phillip Sinn oder der Pfostentreffer von Taro Hirose blieben ungenutzt. Matthias Plachta verschlimmerte die Lage mit einem Gewaltschuss zum 3:1 in der 34. Minute.
Vergebliches Aufbäumen im Schlussdrittel
Im dritten Drittel forderte Tobias Rieder mehr Offensivkraft: "Wir müssen mehr Leute, mehr Scheiben zum Tor bringen. Wir wissen, dass wir Tore schießen können, wir müssen es jetzt nur machen." Doch ein Schlagschuss von Leon Gawanke zum 4:1 in der 41. Minute stoppte jedes Aufbäumen. Adler-Goalie Maximilian Franzreb blieb nahezu unüberwindbar und verhinderte eine mögliche Wende.
Rieder kritisierte nach der zweiten Pause bei Magentasport: "Wir sind nicht abgezockt genug, das Problem haben wir die gesamte Serie." Diese mangelnde Effizienz in entscheidenden Momenten wurde dem EHC zum Verhängnis.
Ausblick auf das DEL-Finale
Mit dem 1:4 im fünften Spiel ist die Saison für den EHC Red Bull München beendet. Die Adler Mannheim kämpfen nun im Finale um die deutsche Meisterschaft gegen den Gewinner des Duells zwischen den Kölner Haien und Titelverteidiger Eisbären Berlin. Für München bleibt die Enttäuschung über ein verpasstes Finale und die Erkenntnis, dass in den Playoffs mehr Abgezocktheit nötig gewesen wäre.



