Schlotterbeck fällt mit Innenbandriss aus – DFB-Statik verändert sich
Schlotterbeck fällt aus – DFB-Statik verändert sich

Nico Schlotterbeck hat sich im Training einen Innenbandriss im Sprunggelenk zugezogen und fällt damit für die bevorstehende Weltmeisterschaft aus. Der Verteidiger des BVB wird der deutschen Nationalmannschaft mehrere Wochen fehlen. Sein Ausfall verändert die Statik der DFB-Elf grundlegend, denn ausgerechnet ein Spieler, der nicht Antonio Rüdiger heißt, rückt nun ins Zentrum der Abwehr.

Schwere Verletzung stoppt Schlotterbeck

Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag mitteilte, zog sich Schlotterbeck die Verletzung bei einer unglücklichen Bewegung im Abschlusstraining zu. Eine MRT-Untersuchung bestätigte den Innenbandriss. Der 26-Jährige wird voraussichtlich sechs bis acht Wochen ausfallen, womit die WM für ihn beendet ist. „Es ist extrem bitter für Nico und für uns“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Er war in einer hervorragenden Form und ein wichtiger Baustein unserer Defensive.“

Wer rückt in die Innenverteidigung?

Mit Schlotterbecks Ausfall verändert sich die Hierarchie in der Abwehr. Bislang galt Antonio Rüdiger als gesetzter Stammspieler, doch nun wird ein anderer Verteidiger zur zentralen Figur: Jonathan Tah. Der Leverkusener Abwehrchef, der in der vergangenen Saison eine starke Leistung gezeigt hat, wird voraussichtlich die Führungsrolle in der Innenverteidigung übernehmen. „Jonathan hat sich in den letzten Monaten enorm entwickelt“, so Nagelsmann. „Er ist bereit für diese Verantwortung.“

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Schlotterbecks Bedeutung für die DFB-Elf

Schlotterbeck hatte sich in den letzten Länderspielen als unverzichtbar erwiesen. Seine Stärken im Aufbauspiel und seine Physis machten ihn zu einem wichtigen Faktor im System von Nagelsmann. In der WM-Qualifikation bestritt er fünf Spiele und erzielte dabei ein Tor. Sein Fehlen zwingt den Bundestrainer zu taktischen Anpassungen. „Wir müssen unsere Abläufe umstellen, aber wir haben genügend Qualität im Kader“, betonte Nagelsmann.

Alternative Optionen für die Defensive

Neben Tah stehen auch Niklas Süle und Matthias Ginter als Alternativen bereit. Süle, der beim BVB zuletzt oft verletzt war, ist wieder fit und könnte neben Tah auflaufen. Ginter bringt Erfahrung aus 50 Länderspielen mit. Nagelsmann ließ offen, ob er auf eine Dreier- oder Viererkette setzt. „Wir werden die beste Lösung für die Mannschaft finden“, sagte er. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.

Die deutsche Nationalelf startet am 1. Juli in die WM-Vorbereitung mit einem Testspiel gegen Brasilien. Schlotterbeck wird dann nur als Zuschauer dabei sein. Sein Ausfall ist ein schwerer Schlag für die DFB-Elf, die auf eine stabile Defensive angewiesen ist, um bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko weit zu kommen.

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