Ex-Weltmeister Mertesacker bereit für Job beim DFB
Mertesacker bereit für Job beim DFB

Per Mertesacker hat sich bereit erklärt, eine Rolle beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu übernehmen. Der Weltmeister von 2014 reagierte damit auf die Diskussionen um die Zukunft des Verbandes nach dem frühen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft. „Irgendwie mal beim DFB zu arbeiten, dem deutschen Fußball, dem ich auch so viel zu verdanken habe, mal was zurückzugeben, wenn das gewünscht ist - dafür stehe ich natürlich zur Verfügung“, sagte der 41-Jährige als TV-Experte im ZDF.

Mertesackers Erfahrung in der Talentförderung

Der frühere Innenverteidiger leitete bis zu diesem Sommer die Nachwuchsakademie seines letzten Vereins FC Arsenal und bringt damit umfangreiche Erfahrung in der Talentausbildung und -förderung mit. Mertesacker stellte jedoch klar, dass ein schnelles Engagement beim DFB nicht in Frage kommt. Er wolle zunächst seine Arbeit als Experte beim ZDF während der Fußball-Weltmeisterschaft zu Ende bringen und anschließend in den Urlaub fahren. „Was ich natürlich auch machen wollte nach 15 Jahren beim FC Arsenal, acht Jahren in der dortigen Akademie: Die Zeit zu reflektieren, was ich da alles erlebt habe“, betonte der 104-malige Nationalspieler.

Umbruch beim DFB

Nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale und dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann steht der DFB vor einem Umbruch. Im Zuge der Gespräche mit Jürgen Klopp über die Nachfolge von Nagelsmann hatte Sportgeschäftsführer Andreas Rettig angekündigt, sein Amt zum Jahresende abzugeben. Offen ist weiterhin, ob Rudi Völler Sportdirektor bleibt.

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Forderungen nach Umdenken in der Nachwuchsausbildung

Die Ex-Weltmeister Lothar Matthäus und Bastian Schweinsteiger sowie Torwart-Legende Oliver Kahn hatten zudem ein Umdenken im DFB bei der Nachwuchsausbildung gefordert. „Wir müssen wieder zu gewissen alten Tugenden zurückkommen, und die fangen im Nachwuchs an“, sagte Matthäus. Schweinsteiger ergänzte: „Und wir haben unsere eigenen Stärken - wahrscheinlich wollen das ein paar Leute nicht hören - unsere Tugenden, für die wir respektiert worden sind im Ausland, aufgegeben oder haben wir vernachlässigt.“ Explizit nannte der 41-Jährige „Robustheit, Identität, Kampf“.

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