Nach den schweren Ausschreitungen im Berliner Olympiastadion am 17. Januar hat die Polizei eine öffentliche Fahndung nach mehreren Hertha-Fans eingeleitet. Die Vorfälle ereigneten sich vor dem Zweitligaspiel zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04. Die Polizei Berlin veröffentlichte am Mittwoch Fotos von insgesamt neun tatverdächtigen Personen, die im Zusammenhang mit den gewaltsamen Auseinandersetzungen stehen sollen.
Hintergrund der Ausschreitungen
Die Krawalle hatten sich bereits vor dem Anpfiff des Spiels am 17. Januar 2026 im Olympiastadion und dessen Umfeld abgespielt. Nach Polizeiangaben wurden mehrere Personen verletzt, darunter auch Einsatzkräfte. Die genauen Umstände der Ausschreitungen sind noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Gesuchten um Hertha-Fans handelt, die aktiv an den gewalttätigen Übergriffen beteiligt waren.
Fahndung mit Fotos
Die Polizei Berlin hat die Fahndungsfotos der neun Männer auf ihrer Internetseite sowie über soziale Medien veröffentlicht. Die Gesuchten werden beschuldigt, unter anderem Pyrotechnik gezündet, Flaschen geworfen und Polizeibeamte angegriffen zu haben. Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung der abgebildeten Personen. Hinweise können vertraulich an jede Polizeidienststelle oder online über das Hinweisportal der Polizei Berlin gegeben werden.
Reaktionen und Konsequenzen
Hertha BSC hat sich bislang nicht offiziell zu den Vorfällen geäußert. Der Verein steht jedoch in der Kritik, da es in der Vergangenheit immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen im Umfeld des Vereins gekommen ist. Die Polizei kündigte an, die Sicherheitsmaßnahmen bei künftigen Spielen zu verschärfen. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.
Zeugenaufruf
Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die die Ausschreitungen beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise zu den Tätern geben können. Insbesondere werden Fotos und Videos von den Vorfällen erbeten. Die Ermittler hoffen, so weitere Tatverdächtige identifizieren zu können.
Die Fahndung läuft bereits seit mehreren Monaten, doch nun wurden die Fotos veröffentlicht, um die Öffentlichkeit stärker einzubeziehen. Die Polizei betont, dass die Gesuchten als flüchtig gelten und bei einem Antreffen nicht selbst angesprochen, sondern sofort die Polizei verständigt werden sollte.



