Auftaktsieg für die New York Knicks
Die New York Knicks haben den ersten Sieg in den NBA-Finals 2026 eingefahren. Im Auswärtsspiel bei den San Antonio Spurs setzte sich das Team um den deutschen Center Ariel Hukporti mit 105:95 durch. Damit führen die Knicks in der Best-of-seven-Serie mit 1:0 und machen den ersten Schritt in Richtung ihres dritten NBA-Titels – des ersten seit 1973.
Spielverlauf: Spurs starten stark, Knicks kämpfen zurück
San Antonio begann das Spiel mit Problemen in der Effizienz, traf dann aber immer besser und ging im ersten Viertel zweistellig in Führung. Besonders in der Defensive überzeugte der jüngste Finalteilnehmer seit den Portland Trail Blazers 1977 mit starken Aktionen. Doch die Knicks blieben hartnäckig und kämpften sich immer wieder heran, wenn die Spurs um Superstar Victor Wembanyama drohten, davonzuziehen. Zu Beginn des Schlussviertels stand es 76:76. In der entscheidenden Phase behielten die Knicks den kühleren Kopf, angeführt von Jalen Brunson, der mit wichtigen Körben und insgesamt 30 Punkten zum Sieg führte.
Wembanyama selbstkritisch: „Ich war heute Abend einfach schlecht“
Bei den Spurs zeigte Wembanyama eine durchwachsene Leistung. Der 22-jährige Franzose erzielte 26 Punkte und zwölf Rebounds, traf aber nur schwach aus dem Feld. „Ich war heute Abend einfach schlecht – komplizierter ist es nicht“, sagte Wembanyama nach dem Spiel. Nervosität sei kein Faktor gewesen: „Es hat sich definitiv besonders angefühlt, aber es war bei Weitem keine Ausrede.“
Hukporti auf dem Weg zum dritten deutschen NBA-Champion?
Ariel Hukporti, der als insgesamt sechster Deutscher in einem NBA-Finale spielt, kam bei New York nicht zum Einsatz. Der Big Man aus Stralsund könnte nach Dirk Nowitzki (2011) und Isaiah Hartenstein (2025) zum dritten deutschen NBA-Champion werden. Die Knicks setzten mit dem Sieg ihre beeindruckende Playoff-Serie fort: Es war der zwölfte Sieg in Folge, nachdem sie zuvor sowohl die Philadelphia 76ers als auch die Cleveland Cavaliers mit Dennis Schröder jeweils mit 4:0 gefegt hatten.
Ausblick: Spurs vor schwerer Aufgabe
San Antonio, das erstmals seit dem Titelgewinn 2014 im NBA-Endspiel steht, muss im nächsten Heimspiel am Freitag (2.30 Uhr MESZ/Prime Video) ein 0:2 vermeiden. 1999 standen sich dieselben Teams im Finale gegenüber – damals gewannen die Texaner und holten ihren ersten von fünf Titeln. Für kurze Aufregung sorgte ein Zuschauer, der im Schlussviertel aufs Spielfeld stürmte und in der Nähe von Wembanyama Selfies machte. Der Franzose lächelte, als der Mann von Sicherheitskräften abgeführt wurde.



