Bayer Leverkusen vollzieht Trainerwechsel
Die sportliche Krise bei Bayer Leverkusen hat ein Ende gefunden – zumindest auf der Trainerbank. Wie der Verein am Dienstag offiziell bestätigte, trennt sich die Werkself mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Kasper Hjulmand. Der dänische Fußballlehrer, der erst im Sommer 2023 das Amt übernommen hatte, musste seinen Hut nehmen, nachdem die Mannschaft in der Bundesliga zuletzt fünf Spiele in Folge verloren hatte und auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht war.
Novell übernimmt das Ruder
Neuer starker Mann an der Seitenlinie wird der bisherige Co-Trainer und Landsmann von Hjulmand, Lars Novell. Der 45-Jährige, der zuvor unter anderem als Chefcoach beim FC Midtjylland und bei Bröndby IF gearbeitet hatte, unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. Die Vereinsführung erhofft sich von Novell eine schnelle Reaktion und eine Rückkehr zu alter Stärke.
Hintergründe der Trennung
Die Entscheidung sei dem Verein nicht leichtgefallen, betonte Sportgeschäftsführer Simon Rolfes in einer Pressemitteilung. Man habe aber nach reiflicher Überlegung den Schlussstrich ziehen müssen, um die sportliche Wende noch in dieser Saison zu schaffen. Hjulmand, der zuvor mit Dänemark für Furore gesorgt hatte, konnte die hohen Erwartungen in Leverkusen nicht erfüllen. Neben den schwachen Ergebnissen soll auch die mangelnde taktische Flexibilität des Trainers intern kritisiert worden sein.
Novells erste Aufgaben
Für Novell beginnt die Arbeit sofort. Bereits am kommenden Samstag empfängt Leverkusen den Tabellennachbarn VfL Wolfsburg. Der neue Coach will vor allem die Defensive stabilisieren und das Angriffsspiel beleben. „Wir haben eine talentierte Mannschaft, die ihr Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft hat. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam die Kurve kriegen“, sagte Novell bei seiner Vorstellung.
Reaktionen aus dem Team
Die Spieler zeigten sich überrascht, aber auch entschlossen. Kapitän Lukas Hradecky erklärte: „Wir sind alle Profis genug, um zu wissen, dass im Fußball die Ergebnisse zählen. Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen und für den neuen Trainer alles zu geben.“ Auch der zuletzt formschwache Stürmer Patrik Schick versprach eine Leistungssteigerung.
Ausblick auf die kommenden Wochen
Mit Novell an der Spitze will Leverkusen den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößern und sich für die zweite Saisonhälfte stabilisieren. Der Klub hofft zudem, dass der Trainerwechsel auch eine positive Signalwirkung auf mögliche Wintertransfers hat. Die Verantwortlichen betonten jedoch, dass man nicht in Panik verfalle, sondern langfristig denke. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob der Impuls gegriffen hat.



