In Wolfsburg sorgt ein ungewöhnlicher Vorfall für Gesprächsstoff. Torwart Kamil Grabara, der erst im Winter vom FC Liverpool ausgeliehen wurde, ist kurz vor der entscheidenden Relegation gegen den 1. FC Köln aus seiner Wohnung ausgezogen. Dies berichtet die Bild-Zeitung.
Unruhe im Team?
Der Auszug des 24-jährigen Polen, der in dieser Saison noch kein Pflichtspiel für die Wölfe absolviert hat, wirft Fragen auf. Ist das ein Zeichen von mangelndem Zusammenhalt oder gar Unzufriedenheit? Der VfL Wolfsburg steht vor dem wichtigsten Spiel der Saison, dem Relegationsrückspiel am Dienstag. Nach dem 0:1 im Hinspiel in Köln müssen die Niedersachsen zu Hause mindestens ein Tor erzielen, um die Klasse zu halten.
Grabaras Situation
Grabara, der als Nummer zwei hinter Koen Casteels eingeplant war, kam bisher nicht zum Einsatz. Der Auszug könnte private Gründe haben, doch die zeitliche Nähe zur Relegation lässt Raum für Spekulationen. Der VfL Wolfsburg gab auf Nachfrage lediglich an, dass es sich um eine persönliche Entscheidung des Spielers handele und man voll und ganz auf das sportliche Ziel fokussiert sei.
Reaktionen aus dem Umfeld
Trainer Niko Kovac zeigte sich gelassen: „Das ist eine private Angelegenheit. Wir konzentrieren uns auf das Training und das Spiel. Jeder Spieler hat das Recht, seine Wohnsituation selbst zu regeln.“ Die Mannschaft wirke geschlossen, betonte Kovac. Dennoch bleibt die Frage, ob der Auszug die Stimmung im Team beeinflussen könnte.
Blick auf die Relegation
Das Rückspiel am Dienstag (20:30 Uhr) in der Volkswagen Arena wird über den Verbleib in der Bundesliga entscheiden. Wolfsburg muss nach der knappen Niederlage im Hinspiel eine starke Leistung zeigen. Die Fans hoffen auf ein Wunder, während die Verantwortlichen Ruhe bewahren. „Wir haben noch 90 Minuten, um alles zu drehen“, so Sportdirektor Sebastian Schindzielorz. Die Partie verspricht Spannung pur.



