Kaiserslautern – Der 1. FC Kaiserslautern plant, den Altersdurchschnitt seines Kaders weiter zu senken. Das verriet Vorstandsvorsitzender Thomas Hengen (51) im SWR-Podcast „Nur der FCK“. Bereits in der vergangenen Saison stellten die Pfälzer mit einem Durchschnittsalter von 25,5 Jahren (bei 35 eingesetzten Spielern) den neuntjüngsten Kader der 2. Bundesliga. Doch Hengen ist noch nicht zufrieden.
Stolz auf die Entwicklung
Hengen blickt mit Stolz auf die bisherige Entwicklung: „Wir waren beim Start im ersten Jahr über 27 Jahren, jetzt sind wir fast unter 25 Jahren.“ Ein Meilenstein für den Verein: „Am Anfang hatten wir gar keine Jungprofis auf dem Platz, jetzt haben wir fast neun.“
Junge Wilde am Betzenberg
Ein Blick auf die vergangene Saison zeigt, dass Hengen Wort hält. Der jüngste FCK-Spieler, der in dieser Saison eingesetzt wurde, ist das Eigengewächs Dion Hofmeister. Mit gerade einmal 16 Jahren durfte der deutsche U17-Nationalspieler bereits in drei Partien ran und sammelte 23 Einsatzminuten. Doch er ist nicht der einzige Youngster, der auf dem Betze wirbeln darf: Auch Enis Kamga (18), David Schramm (19), Owen Gibs (19), Erik Müller (19) und Ben Jungfleisch (17) durften bereits bei den Profis ran und zeigen, dass die Zukunft beim FCK den Jungen gehört.
Finanzielle Vorteile durch Nachwuchsförderung
Dieser konsequente Weg kommt dem Verein auch finanziell zugute. Hengen führt aus: „Weil wir U23-Profis eingesetzt haben, fließen dann auch mehr Gelder zurück, dann kriegst du ein paar Hunderttausend und das macht sich dann schon bemerkbar.“ Der Grund für den Geldregen: Die Klubs aus der Bundesliga und der 2. Bundesliga werden von der DFL (Deutsche Fußball Liga) für die Einsatzminuten junger, in Deutschland ausgebildeter Profifußballer belohnt. Lautern kassiert also ordentlich Kohle, indem sie vorwiegend auf deutsche Talente setzen.
Keine Rückkehr für Heintz
Dieser Plan sorgt jedoch auch für bittere Nachrichten bei den Fans. Vor allem aus Altersgründen ist eine Rückkehr von Ex-FCK-Verteidiger Dominique Heintz (32) kein Thema. Es wird deutlich: Wer am Betzenberg spielen will, muss künftig vor allem eines sein: jung, talentiert und entwicklungsfähig.



