Pesic-Ausraster verhindert Voll-Krise: Bayern-Coach flippt aus und rettet Sieg gegen Chemnitz
Manchmal braucht es tatsächlich einen kompletten Ausraster, um eine drohende Krise abzuwenden! Die Basketballer des FC Bayern München haben am 12. April 2026 die vierte Niederlage in Folge verhindert und sich mit 91:77 (46:45) gegen die Niners Chemnitz durchgesetzt. Die gefürchtete Voll-Krise wurde gerade noch vermieden – doch der Weg dorthin war geprägt von den emotionalen Ausbrüchen des Trainers.
Drei Pleiten in Folge sorgten für Alarmstimmung
Zuvor hatte das Team von Kult-Trainer Svetislav Pešić (76) drei enttäuschende Niederlagen in der Basketball-Bundesliga (BBL) hinnehmen müssen. Nicht nur die verlorenen Spiele selbst bereiteten Sorgen, sondern insbesondere die hohe Anzahl an kassierten Punkten – im Schnitt 93,5 pro Spiel – die deutliche Defizite in der Abwehr offenbarten.
Gegen Chemnitz fehlte zudem Top-Scorer Andi Obst (29), der als Welt- und Europameister geschont wurde. Die Bayern stehen unter Druck: Bereits am Dienstag geht es in der Liga gegen die MHP Riesen Ludwigsburg weiter, am Freitag folgt ein anspruchsvolles Auswärtsspiel in der EuroLeague bei FC Barcelona.
Pesics emotionale Explosion als Wendepunkt
Das Spiel gegen Chemnitz begann für die Münchner alles andere als überzeugend. Der Außenseiter fand immer wieder Lücken in der Bayern-Defensive, was Coach Pešić schließlich zur Weißglut trieb. Der erfahrene Trainer rastete komplett aus: Erst brüllte er Spieler Jo Voigtmann an, dann die gesamte Bank und schließlich sogar die verletzten Spieler neben dem Korb.
Der Höhepunkt seines emotionalen Ausbruchs: Pešić schleuderte seinen Stift, mit dem er normalerweise auf der Taktiktafel notiert, durch die halbe Halle. Kein Wunder – sein Team hatte im ersten Viertel bereits 28 Punkte kassiert, was dem defensiv orientierten Routinier gar nicht gefiel. Dabei hatte das Trainer-Urgestein bei seiner Rückkehr zu den Bayern noch betont: „Mit dem Alter wird man ruhiger.“ Von dieser Aussage war in diesem Moment nichts zu spüren!
Zweite Halbzeit bringt die Wende
Trotz Pešićs Ausraster ging es mit einer knappen 46:45-Führung für die Bayern in die Halbzeitpause. Die entscheidende Wende kam im dritten Viertel: Die Münchner bekamen das Spiel besser unter Kontrolle, während Chemnitz den Rhythmus verlor und wichtige Dreipunktewürfe liegen ließ.
Oscar da Silva entwickelte sich zum Matchwinner und erzielte am Ende 15 Punkte. Von Coach Pešić gab es nun sogar hin und wieder anerkennenden Szenenapplaus. Sieben Minuten vor Spielende führten die Bayern erstmals mit zehn Punkten – und ließen sich den wichtigen Sieg nicht mehr nehmen.
Nach dem Spiel zeigte sich Pešić deutlich gelassener: „Das waren zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. In der Kabinenansprache zur Halbzeit war ich dann aber sachlich, und in der zweiten Hälfte lief es entsprechend besser.“
Manchmal braucht es eben einen Pesic-Ausraster, um eine drohende Voll-Krise im letzten Moment abzuwenden. Der Sieg gegen Chemnitz gibt den Bayern neuen Auftrieb für die anstehenden Herausforderungen in Liga und EuroLeague.



