Nach großem Europa-Abschied: Pešić will mit Bayern "die Saison stark beenden"
Der emotionale Abschied aus der Euroleague ist vollzogen, nun richtet Trainerlegende Svetislav Pešić den Fokus vollständig auf den BBL-Titelkampf. Nach der bewegenden Ehrung in Barcelona warnt der erfahrene Coach den FC Bayern vor jedem Ausrutscher im heiß umkämpften Meisterrennen der Basketball-Bundesliga.
Bewegende Ehrung in Barcelona
Sichtlich gerührt stand der 76-jährige Serbe im Palau Blaugrana, wo er unter lang anhaltendem Applaus des Publikums geehrt wurde. Der FC Barcelona überreichte ihm ein Porträtfoto mit der Aufschrift "Gracias, Sveti!" - eine besondere Anerkennung für den Trainer, der sich 2003 mit dem historischen Triple aus Meisterschaft, Pokal und Euroleague-Triumph an dieser Stätte verewigt hatte.
"Jetzt geht es um die BBL und wir gehen als erstes nach Trier", sagte Pešić unmittelbar nach dem letzten Euroleague-Einsatz seiner langen Trainerlaufbahn. Der stets pflichtbewusste Altmeister betonte: "Wir müssen gut regenerieren und das Spiel wie das wichtigste der Saison angehen." Damit machte er deutlich, dass trotz der emotionalen Momente in Katalonien die Bundesliga-Priorität unverändert bleibt.
Klare Ansage für die Bundesliga
Am Montagabend steht für den FCBB beim Tabellensiebten Trier bereits der nächste wichtige Schritt an: Die Ausgangslage für die Playoffs soll zementiert, die Tabellenführung in der Bundesliga gesichert und die Titelansprüche durch keinen Ausrutscher gefährdet werden.
Flügelspieler Isiaha Mike unterstrich die Ambitionen: "Wir haben große Hoffnungen in der BBL und wollen die Saison stark beenden." An Pešić liegt es nun, die taktische Anleitung für diesen Endspurt zu liefern und die Mannschaft auf die entscheidenden Spiele vorzubereiten.
Euroleague-Bilanz und nationale Ziele
Seit Pešić kurz vor Weihnachten den Weltmeistercoach Gordon Herbert ablöste, hat sich bei den Münchnern manches zum Besseren gewendet, doch einige Fehlermuster blieben bestehen. Dies verhinderte eine ernsthafte Teilnahme am Euroleague-Playoff-Rennen.
Die Bilanz des serbischen Trainers von zwölf Siegen und neun Niederlagen führte zu Abschlussrang 13 und einem insgesamt noch erträglichen Ergebnis von 17 zu 21 über die gesamte Hauptrunde hinweg. Ab Dienstag ist der amtierende deutsche Meister jedoch nur noch Zuschauer, wenn die Endrunde auf Europas größter Basketball-Bühne beginnt.
Pešić gelang es, seine Mannschaft defensiv auf ein Playoff-taugliches Niveau zu trimmen - für ihn beginnt alles mit einer starken Verteidigungsarbeit. In der Offensive und sowohl in Heim- als auch Auswärtsspielen fehlte jedoch die notwendige Top-Qualität für internationale Spitzenklubs.
Fokus auf den nationalen Titel
Die internationale Annäherung an die Top-Klubs bleibt eine Aufgabe für die nächste Saison und Pešićs Nachfolger. Für den erfahrenen Trainer konzentriert sich nun alles auf ein Ziel: Den BBL-Meistertitel zu gewinnen und seine Trainerlaufbahn im Frühsommer mit dem Meisterpokal in den Händen zu beenden.
Die Warnung des Altmeisters ist deutlich: Jeder Ausrutscher im Meisterrennen könnte die Titelträume des FC Bayern gefährden. Nach dem emotionalen Abschied von der europäischen Bühne muss die Mannschaft nun nationale Stärke beweisen und die Saison tatsächlich stark beenden.



