Basketball-Bundesliga: Jena löst Vertrag mit Naz Bohannon vor Saisonfinale auf
Der Basketball-Bundesligist Science City Jena hat sich in einer überraschenden Entscheidung vor dem entscheidenden Saisonendspurt von seinem US-amerikanischen Profi Naz Bohannon getrennt. Die Vertragsauflösung erfolgte im beiderseitigen Einvernehmen und markiert das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit nach nur 22 Pflichtspielen.
Entwicklung im Kader führt zur Trennung
Der Verein aus Thüringen begründete den Schritt mit der aktuellen Entwicklung im Teamkader unter Trainer Björn Harmsen. „Aufgrund der Entwicklung im Kader des Teams von Trainer Björn Harmsen verständigte sich der Verein mit dem 27-Jährigen auf eine Vertragsauflösung in beiderseitigem Einvernehmen“, hieß es in der offiziellen Mitteilung des Aufsteigers. Diese Entscheidung fällt in eine äußerst kritische Phase der Saison, in der Jena um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse kämpft.
Bohannons Statistik bei Science City Jena
Naz Bohannon war im vergangenen Sommer vom Zweitligisten Phoenix Hagen nach Jena gewechselt und sollte mit seiner physischen Präsenz das Team verstärken. In seinen 22 Einsätzen für die Thüringer erzielte der kraftvolle US-Amerikaner durchschnittlich 5,6 Punkte pro Spiel und holte 3,5 Rebounds. Seine durchschnittliche Spielzeit belief sich auf knapp 19 Minuten pro Partie. Sein letzter Einsatz datiert bereits auf Mitte Februar, als Jena mit 61:106 beim FC Bayern Basketball unterlag. In den vergangenen Wochen kam Bohannon nicht mehr zum Einsatz, was bereits auf die bevorstehende Trennung hindeutete.
Kampf um den Klassenverbleib in der BBL
Die Trennung von Bohannon erfolgt in einer sportlich heiklen Situation für Science City Jena. Nach 24 absolvierten Spieltagen belegt das Team von Trainer Harmsen aktuell den 15. Platz in der Basketball-Bundesliga. Mit sechs Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsrang befindet sich der Verein zwar in einer vergleichsweise komfortablen Position, dennoch bleibt jedes Spiel bis zum Saisonende von enormer Bedeutung. Der Verzicht auf Bohannon zeigt, dass der Verein alternative Wege in der Kaderzusammensstellung gehen will, um die verbleibenden Partien erfolgreich zu bestreiten.
Die Entscheidung, sich kurz vor dem Finale der regulären Saison von einem Profi zu trennen, ist im Basketball-Geschäft zwar nicht ungewöhnlich, fällt jedoch stets in eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit. Für Naz Bohannon bedeutet dies die Suche nach einem neuen Verein, während Science City Jena sich voll und ganz auf den Erhalt der BBL-Lizenz konzentrieren muss.



