Alba Berlin hat es versäumt, sich vorzeitig den zweiten Platz in der Hauptrunde der Basketball-Bundesliga zu sichern. Die Mannschaft aus der Hauptstadt unterlag am Sonntag vor 10.435 Zuschauern in eigener Halle den Niners Chemnitz mit 82:84 (39:52). Sollte der Verfolger Brose Bamberg nicht mehr patzen, ist Alba am kommenden Sonntag im letzten Punktspiel gegen Science City Jena zum Sieg gezwungen, um den zweiten Tabellenplatz zu behaupten.
Schwacher Start kostet den Sieg
Nur zwei Tage nach dem Spitzenspiel beim FC Bayern München begann Alba konzentrationsschwach. Die Defensive war oft einen Schritt zu spät, die Offensive leistete sich zu viele Fehler. Die Gäste aus Chemnitz hingegen legten von Beginn an viel Energie und Physis an den Tag und übernahmen sofort die Führung. Bereits nach knapp sechs Minuten lag Alba zweistellig zurück (10:20).
Aufholjagd bleibt unbelohnt
Zu Beginn des zweiten Viertels fingen sich die Gastgeber und verkürzten auf 27:31. Doch mehrere strittige Schiedsrichterentscheidungen unterbrachen den Rhythmus und steigerten den Frust bei den Berlinern. So konnte sich Chemnitz bis zur Halbzeit wieder absetzen.
Nach der Pause steigerte sich Alba jedoch und kämpfte sich Punkt für Punkt heran. Bei den Gästen häuften sich nun die Fehler. Acht Minuten vor dem Ende ging Alba erstmals in der Partie in Führung (70:68). Es entwickelte sich ein Krimi: 42 Sekunden vor Schluss führte Alba 82:80, doch dann drehten die Gäste die Partie wieder. Den letzten Dreier-Versuch vergab Berlins Moses Wood 3,2 Sekunden vor dem Ende.
Beste Werfer und Ausblick
Beste Berliner Werfer waren Jack Kayil mit 19 und Justin Bean mit 14 Punkten. Für Chemnitz trafen vor allem Aher Uguak (18 Punkte) und Jeff Garrett (16 Punkte). Alba muss nun am letzten Spieltag gegen Jena gewinnen und auf einen Ausrutscher von Bamberg hoffen, um Platz zwei zu verteidigen.



