Alba Berlin Frauen triumphieren in dramatischem Pokalfinale
Die Basketballerinnen von Alba Berlin haben bei ihrer Premiere im Pokalfinale einen atemberaubenden Sieg gefeiert. In der heimischen Sömmeringhalle setzten sie sich beim Top Four nach einer packenden Verlängerung mit 67:62 gegen den großen Favoriten Rutronik Stars Keltern durch. Vor 2.365 begeisterten Zuschauern entwickelte sich das Spiel zu einem wahren Krimi, bei dem erst in den letzten Sekunden die Entscheidung fiel.
Ein Finale der Nervenstärke und Defensive
Beide Teams standen sich erstmals in einem Pokalfinale gegenüber, wobei Keltern als deutscher Meister und souveräner Tabellenführer der Bundesliga klar favorisiert war. Die Berlinerinnen erwischten jedoch einen schwierigen offensiven Start und mussten sich mühsam in die Partie kämpfen. Die erste Halbzeit war geprägt von harter Defense, vielen Fouls und einer ausgeglichenen Punktverteilung, die mit 28:28 endete.
Im Schlussviertel schienen die Gäste mit einer Serie erfolgreicher Dreipunktewürfe das Spiel zu entscheiden, als sie sich auf neun Punkte absetzten. Doch Alba Berlin startete eine beeindruckende Aufholjagd und zeigte dabei enorme mentale Stärke. In den entscheidenden letzten Sekunden wurde Alina Hartmann gefoult und verwandelte den daraus resultierenden Freiwurf souverän, um das Spiel in die Verlängerung zu retten.
Verlängerung mit historischem Ausgang
In den zusätzlichen fünf Minuten war beiden Mannschaften die Anspannung deutlich anzumerken. Berlins Kapitänin Lena Gohlisch sorgte mit einem wichtigen Layup für das 62:61, doch Keltern glich erneut aus. Den entscheidenden Vorsprung sicherten sich die Berlinerinnen dann durch präzise Freiwürfe von Marie Bertholdt, die den endgültigen 67:62-Sieg besiegelten.
Für Keltern bedeutet diese Niederlage das Verpassen des dritten Pokaltriumphes nach den Erfolgen in den Jahren 2020 und 2021. Bereits im Meisterschaftsfinale 2024 hatten die Berlinerinnen die Oberhand behalten und setzten diese Tradition nun im Pokalwettbewerb fort. Titelverteidiger Saarlouis war bereits am Vortag im Halbfinale nach Verlängerung an Alba gescheitert und verlor auch das Spiel um Platz drei gegen Marburg.
Dieser Sieg markiert einen historischen Moment für den Alba Berlin Frauen-Basketball, der mit diesem Triumph seine wachsende Bedeutung im deutschen Basketball unterstreicht. Die Kombination aus defensiver Stärke, mentaler Robustheit und präziser Würfe in den Schlüsselmomenten machte den Unterschied in diesem denkwürdigen Finale.



