Alba Berlin vor erstem Finalmatchball: Druck in Bamberg meistern
Alba Berlin vor erstem Finalmatchball gegen Bamberg

Die Basketballer von Alba Berlin stehen kurz vor dem Einzug ins Finale der Basketball-Bundesliga. Nach zwei überzeugenden Heimsiegen gegen die Bamberg Baskets haben die Berliner in der Best-of-Five-Serie eine 2:0-Führung inne. Am Donnerstag (20.30 Uhr/Dyn) haben sie nun die erste Gelegenheit, den Sack zuzumachen und sich für die Finalserie zu qualifizieren. Doch die Mannschaft reist nicht mit übertriebenem Selbstvertrauen nach Franken, sondern mit dem nötigen Respekt vor der Aufgabe.

Ojeda: „Ein komplett anderes Spiel“

Sportdirektor Himar Ojeda zeigte sich nach dem 85:71-Erfolg am Montag zwar zufrieden, warnte aber gleichzeitig vor der besonderen Herausforderung in Bamberg. „Das wird ein komplett anderes Spiel. Dort ist eine unglaubliche Atmosphäre, es wird laut werden und es wird Druck gemacht. Und mit diesem Druck müssen wir umgehen können“, sagte der Spanier. Die Bamberger Arena ist bekannt für ihre hitzige Stimmung, die den Gästen oft zu schaffen macht. Alba müsse mental stark sein, um dieser Umgebung standzuhalten.

Matchball für Alba – Bamberg kämpft ums Überleben

Für die Bamberger geht es bereits um alles. Ein dritter Sieg der Berliner würde das Aus im Halbfinale bedeuten. Entsprechend motiviert erwartet Alba-Kapitän Jonas Mattisseck die Gastgeber. „Coach Anton Gavel wird den Jungs ordentlich Feuer unterm Hintern machen. Wir dürfen nicht erwarten, dass die uns irgendwas schenken werden, das wird nicht passieren“, sagte der 26-Jährige. Die Berliner müssen mit einer aggressiven und entschlossenen Mannschaft rechnen, die alles in die Waagschale werfen wird.

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Selbstbewusstsein aus den Heimspielen

Trotz der Warnungen reist Alba mit breiter Brust nach Oberfranken. Die beiden Heimspiele gewannen die Berliner überraschend dominant, was vor allem an der starken Breite des Kaders lag. „Wir haben jetzt bei unseren Heimspielen einen sehr, sehr guten Job gemacht. Sehr smart und mit sehr viel Kopf“, betonte Mattisseck. Die Verantwortung sei auf viele Schultern verteilt, was das Team unberechenbar mache.

Lehren aus der Viertelfinal-Serie

Mattisseck sieht die enge Viertelfinal-Serie gegen Rasta Vechta als Grund für die starken Auftritte gegen Bamberg. „Wir wussten, dass wir mit einer deutlich schwierigeren Situation ins Halbfinale gekommen sind als Bamberg. Und dass wir uns dementsprechend von einer extra harten Seite zeigen mussten“, erklärte er. Auch Ojeda betrachtet diese Erfahrung als Schlüsselmoment: „Wir haben aus den Lektionen gelernt und nutzen jetzt das Momentum. Diesen Fokus, diese Energie und diese Intensität haben wir in diese Serie genommen.“

Nun gilt es, diese Qualitäten auch auswärts abzurufen. Ein Sieg in Bamberg wäre der verdiente Lohn für eine starke Saison und würde Alba den Weg ins Finale ebnen. Die Berliner sind gewarnt, aber bereit für die Herausforderung.

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