Alba Berlin verliert in Bamberg: 73:81 im dritten Halbfinalduell
Berlin/Bamberg – Nach zwei souveränen Vorstellungen mussten die Berliner in Bamberg die erste Niederlage in der Serie gegen die Franken einstecken. Mit 73:81 (30:39) unterlag Alba Berlin im dritten Halbfinalspiel der Basketball Bundesliga (BBL) und steht nun in der Best-of-five-Serie mit 2:1 in Führung. Am Sonnabend geht es erneut in Bamberg weiter (18.30 Uhr, Dyn).
Ein schwieriger Start für Alba
Die Nerven spielten mit, alles war unruhig. Immer wieder arbeitete sich Alba Berlin heran, doch dumme Patzer machten das schnell zunichte. Wieder kam das Team näher an die Bamberger, doch die nächsten Fehler bremsten den Lauf erneut. Am Ende reichte es nicht für den elffachen Meister, um sich den dritten Sieg zu holen. Mit dem Wechsel der Serie nach Franken war klar, dass es nicht noch einmal einen derartigen Spielverlauf geben würde wie in den ersten beiden Partien in Berlin, die Alba überzeugend gewonnen hatte.
Bambergs starke Defensive
Der Zweite der Hauptrunde hielt den Dritten mit starker Defensivarbeit im Zaum und verschaffte sich einen 2:0-Vorsprung. Doch Bamberg gab nicht auf. „Wir müssen von Anfang an zeigen, dass wir da sind“, sagte Trainer Anton Gavel, und sein Team setzte das um. Zwar wussten die Berliner, dass es noch physischer werden würde, doch sie konnten die Aggressivität der Bamberger Defensive in der ersten Hälfte nicht kompensieren. Das übertrug sich auf das gesamte Alba-Spiel, und die Berliner fanden ihren Rhythmus einfach nicht.
Probleme in Offensive und Defensive
Die ersten Fehlwürfe waren noch nicht beunruhigend, und Alba ging sogar kurz in Führung. Doch immer mehr zeichneten sich Probleme ab: In der Defensive packten die Berliner nicht richtig zu, in der Offensive wirkte der Korb zeitweise wie vernagelt. Fast jeder Ball, der auf dem Ring tänzelte, rollte letztlich raus. In der gesamten ersten Halbzeit gelang nur ein Dreier, und das Zusammenspiel funktionierte aufgrund der Bamberger Störversuche nur schlecht. Lediglich fünf Spieler punkteten in der ersten Halbzeit – zu wenig.
Alba kämpft sich zurück
So gesehen hatten die Berliner noch Glück, dass sie zur Pause mit nur neun Punkten hintenlagen. „Unser Fokus ist nicht richtig da, wir müssen mit Energie spielen“, so Power Forward Justin Bean. Trainer Pedro Calles musste seinem Team die Mittel aufzeigen, um sich in die Partie zu kämpfen. Die Berliner probierten es mit mehr Zug zum Korb und mehr Würfen. Moses Wood erhöhte die Dreierquote mit zwei frühen Treffern im dritten Viertel. Doch Alba leistete sich zu viele Fehler, und der Rückstand, der zunächst schrumpfte, wurde größer als zuvor (41:58/26.). Alles lief entgegengesetzt zu den beiden vorherigen Partien. Alba, bisher dominant, konnte tun, was es wollte, doch Bamberg fand stets eine Antwort und hatte alles unter Kontrolle.
Spannung bis zum Schluss
Bis vielleicht die Kraft etwas nachließ: Alba verringerte zum Ende des dritten Viertels den Abstand um zehn auf sieben Punkte, zu Beginn des letzten Abschnitts sogar auf fünf Punkte (58:63/31.). Doch die fehlende Konstanz der Berliner verhinderte, dass das Team noch aufschließen konnte. Daher muss Bayern München, das zuvor mit dem dritten Sieg gegen Bonn den Finaleinzug gesichert hat, noch auf seinen Gegner warten.



