Hohe Dieselpreise belasten Busunternehmen in Thüringen
Jana Glaser, 56-jährige Geschäftsführerin eines mittelständischen Busunternehmens in Thüringen, äußert sich in einem aktuellen Interview besorgt über die anhaltend hohen Dieselpreise. "Ich will gar nicht wissen, was in der nächsten Rechnung steht", erklärt die Unternehmerin mit Blick auf die steigenden Kraftstoffkosten, die ihr Unternehmen erheblich belasten.
Maßnahmen zur Kostensenkung und Hindernisse bei der Umstellung
Um den finanziellen Druck zu mildern, hat Glaser ihre Fahrer angewiesen, noch kraftstoffsparender zu fahren. "Jede eingesparte Liter Diesel zählt in der aktuellen Situation", betont sie. Zugleich kommt der geplante Umstieg auf Elektrobusse nur schleppend voran. Die Geschäftsführerin nennt mehrere Gründe für die Verzögerungen:
- Hohe Anschaffungskosten für Elektrobusse
- Unzureichende Ladeinfrastruktur in der Region
- Lange Lieferzeiten für neue Fahrzeuge
- Finanzielle Unsicherheiten durch volatile Energiepreise
Diese Faktoren erschweren die notwendige Modernisierung der Flotte und gefährden langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Existenzielle Sorgen und Forderungen an die Politik
Glaser warnt vor existenziellen Folgen für mittelständische Verkehrsbetriebe, wenn keine Entlastungen kommen. "Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und Unterstützung bei der Umstellung auf alternative Antriebe", fordert sie. Die aktuelle Situation zeige, wie abhängig viele Unternehmen noch von fossilen Brennstoffen sind und wie dringend nachhaltige Lösungen benötigt werden. Die Busunternehmerin hofft auf politische Initiativen, die den Transformationsprozess beschleunigen und die Betriebe während der Übergangsphase stabilisieren.



