Private Rettungsaktion für gestrandeten Buckelwal auf Poel: Luftkissen und Pontons im Einsatz
Walrettung auf Poel: Private Initiative kämpft um Buckelwal

Private Walrettung auf Poel: Luftkissen und Pontons sollen Buckelwal befreien

Eine privat organisierte Rettungsaktion versucht derzeit, einen auf der Insel Poel in der Ostsee gestrandeten Buckelwal zurück in den Atlantik zu schleppen. Die Helfer setzen dabei auf Luftkissen, Pontons und eine Plane, um das tonnenschwere Tier zu bergen. Die Vorbereitungen wurden jedoch unterbrochen, nachdem der Wal bei Annäherung eines Tauchers heftig mit der Schwanzflosse schlug und sich um fast 90 Grad drehte, woraufhin sich die Helfer zurückzogen.

Details der geplanten Bergung

Ein Konvoi aus Lastwagen brachte am Donnerstag Material in den Hafen von Kirchdorf auf Poel, darunter zwei Pontons, die eine zentrale Rolle spielen sollen. Die Helfer planen, den Wal mit Luftkissen anzuheben, nachdem zuvor Meeresboden unter ihm weggespült wurde, da das Tier seit über zwei Wochen auf dem Grund festliegt. Anschließend soll der Wal auf einer Plane zwischen den Pontons gelagert und von einem Schlepper durch Kattegat und Skagerrak in die Nordsee und dann in den Atlantik gezogen werden, wo er im besten Fall freigelassen wird.

Zustand des Wals und Expertenmeinungen

Experten gehen davon aus, dass der Wal stark geschwächt und schwer krank ist. Eine vorsichtige Untersuchung ergab, dass sein Blasrohr intakt ist und keine Entzündungszeichen erkennbar sind, doch er reagiert auf Ansprache. Hinter der Rettungsaktion stehen die private Initiative um Mediamarkt-Gründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die die Aktion mit Einverständnis der Behörden in Mecklenburg-Vorpommern finanzieren. Allerdings sind viele Fachleute skeptisch: Ein Gutachten vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung und dem Deutschen Meeresmuseum besagt, dass der Wal einen langen Transport nicht überstehen würde, und Greenpeace beteiligt sich nicht, da der Wal als krank und geschwächt gilt. Der Meeresbiologe Boris Culik hält die Maßnahmen für vielversprechend, aber ungewiss ist, ob der Wal überlebt, insbesondere wenn er Teile von Fischernetzen verschluckt hat.

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Hintergrund und lokale Reaktionen

Der Wal hat Verletzungen, die möglicherweise von einer Schiffsschraube stammen, und Umweltorganisationen fordern Maßnahmen wie Tempolimits für Schiffe, um solche Vorfälle zu reduzieren. Auf Poel sind Anwohner zunehmend genervt von dem Spektakel, während Schaulustige am Ufer um das Tier bangen. Die Rettungsaktion könnte Millionen kosten, wird aber privat finanziert, wobei der Ausgang ungewiss bleibt.

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