Dutzende tote Vögel im Eis bei Neubrandenburg: Stadt muss auf Tauwetter warten
In Neubrandenburg, genauer am Oberbach in der Nähe des Tollensesees, liegen derzeit bis zu 20 verendete Vögel im Eis. Die Stadtverwaltung hat entschieden, dass eine Bergung der Tierkadaver vorerst nicht möglich ist, da die Eisschicht zu dünn und damit zu gefährlich für Rettungskräfte wäre. Erst mit einsetzendem Tauwetter will die Stadt die Situation neu bewerten und über weitere Schritte entscheiden.
Ein morbider Anblick für Spaziergänger
Während die winterliche Kälte in Mecklenburg-Vorpommern für spektakuläre Landschaften sorgt, offenbart sich am Oberbach ein trauriges Bild. Unter den toten Tieren befinden sich hauptsächlich Kormorane, die sich ausschließlich von Fisch ernähren und auf dem dicken, teilweise tauenden Eis keine Nahrung finden konnten. Auch ein Graureiher wurde entdeckt. Spaziergänger, die den Weg zum See nutzen, müssen sich vorerst mit diesem Anblick arrangieren, da die Entsorgung der Wildtiere aktuell nicht durchgeführt werden kann.
Keine Geflügelpest nachgewiesen
Das Veterinäramt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte hat die toten Vögel untersucht und Proben der betroffenen Arten – Kormoran, Reiher und Blessralle – entnommen. Die Ergebnisse zeigen, dass keine Infektion mit dem Geflügelpestvirus vorliegt. Ein Sprecher des Landkreises vermutet, dass die Tiere aufgrund der extremen Witterungsbedingungen und der damit einhergehenden Nahrungsverknappung verhungert sind. Da keine Tierseuche festgestellt wurde, gibt es keine festen Vorgaben für den Umgang mit dem Fall, was die Entscheidung der Stadt, auf Tauwetter zu warten, erleichtert.
Stadt und Landkreis in enger Abstimmung
Die Stadt Neubrandenburg ist für die Entsorgung der Wildtiere zuständig und hat nach einer Besichtigung der Örtlichkeit bestätigt, dass etwa 15 bis 20 verendete Vögel gesichtet wurden. Die Pressestelle der Stadt betont, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Möglichkeit einer gefahrlosen Bergung besteht, da die Tiere im Eis eingefroren sind. Das anhaltende Tauwetter, das die Eisschicht weiter dünner werden lässt, erschwert die Situation zusätzlich. Die Stadt bleibt in engem Kontakt mit dem Landkreis, um bei einer Veränderung der Bedingungen schnell handeln zu können.
Dieser Vorfall unterstreicht die Herausforderungen, die extreme Wetterlagen für die Tierwelt und die kommunalen Behörden mit sich bringen. Die Bevölkerung wird gebeten, Abstand zu halten und keine eigenen Bergungsversuche zu unternehmen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.



