Bundespräsident Steinmeier verleiht Verdienstorden an zehn engagierte Bürger aus Vorpommern
Zum Abschluss seines dreitägigen Aufenthalts in Stralsund hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zehn Menschen aus Vorpommern mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die feierliche Zeremonie fand im Ozeaneum statt, einem der Ausstellungsstandorte der Stiftung Deutsches Meeresmuseum, nachdem Steinmeier zuvor durch die beeindruckende Schau geführt worden war.
Würdigung des gesellschaftlichen Engagements
Bundespräsident Steinmeier würdigte das außergewöhnliche Engagement der Ausgezeichneten mit bewegenden Worten: „Sie stärken damit nicht nur anderen jeden Tag den Rücken, sondern Sie stärken alles, was uns als Gesellschaft verbindet miteinander.“ Der Bundespräsident betonte die besondere Liebe der Geehrten, sei es zur Architektur, zur Kunst, zur Natur, zu anderen Ländern oder vor allem zu anderen Menschen.
Die ausgezeichneten Persönlichkeiten und ihre Verdienste
Unter den Geehrten befand sich der ehemalige Direktor der Stiftung Deutsches Meeresmuseum, Harald Benke. Steinmeier lobte ihn mit den Worten: „Weit über Ihre Berufspflichten hinaus haben Sie Stralsund zu einem Ort gemacht, an dem die faszinierende Welt der Meere für alle erlebbar wird.“ Bis heute engagiere sich Benke mit zahlreichen Ehrenämtern für den Schutz des Meeres als Lebensraum.
Weitere Ausgezeichnete sind:
- Bettina Baier, Vorsitzende des Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), für ihr herausragendes Naturschutzengagement
- Nicole Endlich von der Universitätsmedizin Greifswald für ihre Forschungs- und Aufklärungsarbeit zu Nierenerkrankungen
- Birte Frenssen, Kuratorin im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald, für ihre kunstvermittelnde Arbeit auch außerhalb des Museums
- André Grundmann aus Stralsund für sein Engagement als Tanztrainer in der Kinder- und Jugendarbeit, bei dem er Werte wie Respekt, Fairness und Teamgeist vermittelt
- Martin Hurtienne, Bauunternehmer von der Insel Rügen, für sein ehrenamtliches Engagement für das architektonische Erbe und Kulturleben der Insel
- Heidrun Könenkamp für ihre Bildungsarbeit besonders für Menschen ab 55 Jahren
- Marko Pantermöller von der Universität Greifswald, der sich mit der Sprache, Kultur und Literatur Finnlands beschäftigt und nach Worten des Bundespräsidenten „ein wahrer Brückenbauer zwischen Ländern und Menschen“ ist
- Birgit Rubbert für ihre Hilfe für HIV-positive und drogenabhängige Menschen, wobei sie bereits 1995 zu den Gründungsmitgliedern des Vereins Camillo Stralsund gehörte
- Martina Steinfurth für ihre Arbeit im Hospiz-Bereich, wo sie seit vielen Jahren Menschen in schwierigen Lebenssituationen und am Lebensende unterstützt
Abschluss der Ortszeit Deutschland-Reihe in Stralsund
Die Verleihung markierte den Abschluss von Steinmeiers dreitägigem Aufenthalt in Stralsund, der 18. Station seiner Reihe Ortszeit Deutschland. Mit dieser Initiative möchte der Bundespräsident bewusst Eindrücke abseits der großen Metropolen sammeln und die Vielfalt des gesellschaftlichen Engagements in allen Regionen Deutschlands würdigen. Die Auszeichnung der zehn Vorpommern unterstreicht die Bedeutung bürgerschaftlichen Einsatzes für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in ländlichen Regionen.



