Stadtwerke Teterow schließen Filiale am Markt nach nur fünf Jahren
Die Stadtwerke Teterow beenden ihre Präsenz am Markt und ziehen mit dem gesamten Kundenservice sowie dem Vertrieb zurück ins Mutterhaus in der Gasstraße 26. Dieser Schritt markiert das Ende einer nur kurzen Ära für den Standort, der erst vor rund fünf Jahren erworben und im März 2022 eröffnet wurde.
Umzug bis zum 27. April 2026 geplant
Nach Unternehmensangaben soll die Verlegung der Service- und Vertriebsabteilungen bis zum 27. April 2026 vollständig abgeschlossen sein. Geschäftsführer Marc Fischer betont, dass die Bündelung aller Aktivitäten unter einem Dach im Vordergrund steht. „Ziel ist es, die Teams enger miteinander zu verzahnen und die Bearbeitung von Kundenanliegen effizienter zu gestalten“, erklärt Fischer. Der Empfangsbereich im Hauptgebäude werde entsprechend erweitert, um Kunden zentral betreuen zu können.
Hintergründe der Neuordnung
Die Entscheidung für die Schließung der Filiale am Markt ist vielfältig begründet:
- Die gesetzlich vorgegebene Trennung von Verantwortungsbereichen in der Energiewirtschaft führt zu erhöhtem Abstimmungsaufwand.
- Selbst bei scheinbar einfachen Vorgängen wie Gutschriften entstehen dadurch zusätzliche Prozesse.
- Die Stadtwerke wollen durch die Zentralisierung schneller auf Kundenanfragen reagieren können.
- Langfristig sollen Kapazitäten ausgebaut und qualifizierte Fachkräfte gewonnen werden.
Die Öffnungszeiten am Markt waren bereits seit über einem Jahr reduziert – der Kundenbereich öffnete nur dienstags und donnerstags. Welche Öffnungszeiten der Kundenservice in der Gasstraße künftig anbieten wird, steht noch nicht fest. Dies hänge vom laufenden Umzugsprozess ab, bei dem zunächst die Einrichtung der Arbeitsplätze und organisatorischen Abläufe Priorität habe.
Verkauf des Gebäudes am Markt geplant
Das Gebäude am Markt, das zuvor von der Ostseesparkasse als zweite Filiale genutzt wurde, soll nach dem Auszug der Stadtwerke verkauft werden. Weitere Details zu Verkaufsplänen oder potenziellen Käufern nannte Fischer mit Verweis auf interne Abstimmungen nicht. Die Zusammenführung am Hauptstandort soll nach Angaben des Geschäftsführers Abläufe stabilisieren und durch direkte Anbindung an weitere Fachbereiche Synergieeffekte erzielen.



