Zwei Jahre nach Baubeginn: Neuer Steg über Rehnaer Mühlenteich offiziell übergeben
Fast zwei Jahrzehnte nach einem gescheiterten Ausbaggerungsversuch hat die Stadt Rehna nun einen bedeutenden Schritt in der Aufwertung ihres Mühlenteich-Areals gemacht. Der im Jahr 2024 begonnene Bau eines Steges über den Rehnaer Mühlenteich wurde offiziell übergeben, obwohl noch einige Restarbeiten ausstehen. Dennoch ist der Steg bereits begehbar und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Stadtentwicklung.
Ein neues Idyll für die Stadt
Bei einer symbolischen Zeremonie durchschnitten Stadtvertreter und Bauverantwortliche das traditionelle Band zur Eröffnung des neuen Kleinods. Bürgermeister Martin Reininghaus zeigte sich begeistert: „Dieses Areal mit dem neuen Jugendclub, dem Spielplatz, dem Mühlenteich und der Steganlage wertet die ganze Stadt auf. Es ist ein echtes Idyll geworden.“ Die Sanierung des Mühlenteiches hat mehr als vier Millionen Euro gekostet, wobei etwa 85 Prozent durch Fördermittel getragen wurden. Eine genaue Kostensumme konnte bisher noch nicht ermittelt werden, da finale Arbeiten anstehen.
Restarbeiten und nicht realisierte Pläne
Der stellvertretende Bürgermeister Henry Wanzenberg erklärte, dass in den kommenden Wochen noch einige Restarbeiten abgeschlossen werden müssen, bevor die genauen Kosten berechnet werden können. Ein zuvor angekündigter Badestrand wird jedoch nicht entstehen. Bürgermeister Reininghaus kommentierte dies: „Das war wohl eher ein Wunsch, der nicht realisierbar war.“ Besucher des Steges monierten zudem das fehlende Geländer zur Landseite, was Reininghaus mit der Funktion des Steges als Bediensteg für Schotten in den Spundwänden erklärte, die den Wasserfluss zwischen Mühlenteich und Radegastlauf regulieren.
Feierliche Eröffnung und positive Resonanz
Die Eröffnung wurde mit kostenloser Bratwurst und kalten Getränken durch die Freiwillige Feuerwehr gefeiert, begleitet von großer Freude über das neue Areal. Mit den ersten Regengüssen und Sonnenstrahlen wird nun eine grüne Wiese entstehen. Bürgermeister Reininghaus räumte ein, dass er zunächst skeptisch war, ob die erneuerten Moorstege auf der Seite der Klosteranlage und der neue Steg nicht zu viele Stege darstellen würden. „Ich wurde eines Besseren belehrt. Es lädt jeden Besucher zum Verweilen ein“, sagte er und betonte damit die positive Aufnahme des Projekts.
Historischer Hintergrund und zukünftige Perspektiven
Der Bau des Steges markiert das Ende einer langen Geschichte, die vor fast 20 Jahren mit einem gescheiterten Ausbaggerungsversuch begann. Orkan „Kyrill“ versenkte im Januar 2007 einen Bagger und legte das Vorhaben für Jahre auf Eis. Nun, 19 Jahre später, ist der Mühlenteich nicht nur ausgebaggert, sondern auch mit einem modernen Steg versehen, der das Areal nachhaltig aufwertet und zu einem attraktiven Anlaufpunkt für Einwohner und Besucher macht.



