Ostsee-Einsatz an Ostern: Seenotretter alarmiert nach Brand auf Windparkschiff
Brand auf Windparkschiff: Seenotretter im Ostsee-Einsatz

Notruf in der Ostsee: Windparkschiff meldet Brand an Bord

Am Ostersamstag, dem 4. März, wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu einem dringenden Einsatz in der Ostsee gerufen. Die Besatzung eines sogenannten Crew Transfer Vessels (CTV), eines speziellen Windparkschiffes, meldete gegen 9.25 Uhr einen Brand im Maschinenraum. Das 18 Meter lange und neun Meter breite Schiff befand sich unter deutscher Flagge in der Nähe des Offshore-Windparks „Baltic 2“, östlich der dänischen Insel Møn und nordwestlich der deutschen Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern.

Koordinierte Rettungsaktion mit mehreren Einsatzkräften

Umgehend machten sich der Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE von der DGzRS-Station Sassnitz, das Bundespolizeischiff „Neustadt“ sowie ein weiteres Windparkschiff aus der Umgebung auf den Weg zum Havaristen. Die Rettungsmaßnahmen wurden zusätzlich aus der Luft unterstützt: Ein dänischer Rettungshubschrauber, ein deutscher Rettungshubschrauber der Marineflieger und ein deutscher Offshore-Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Die gesamte Operation wurde von der Rettungsleitstelle Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) in Bremen koordiniert, um eine effiziente und sichere Bergung zu gewährleisten.

Brand unter Kontrolle – Alle Personen an Bord unverletzt

Laut Angaben der Seenotretter konnte die Besatzung des Windparkschiffes den Brand im Maschinenraum eigenständig unter Kontrolle bringen. Das Bundespolizeischiff „Neustadt“ sicherte anschließend das CTV, das daraufhin Kurs auf den dänischen Hafen von Klintholm auf der Insel Møn nahm. Gegen 13 Uhr machte das Schiff sicher im Hafen fest. Erfreulicherweise blieben alle zehn Menschen an Bord unverletzt, was die erfolgreiche Zusammenarbeit der Rettungskräfte unterstreicht.

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Hintergrund: Windparkschiffe und Offshore-Windenergie

Windparkschiffe sind spezialisierte Arbeitsschiffe, die für den Aufbau von Offshore-Windkraftanlagen konstruiert werden. Sie sind in der Regel mit Schwerlastkränen ausgestattet, um Windräder im Meer errichten zu können. Der betroffene Offshore-Windpark „Baltic 2“ besteht aus 80 Windkraftanlagen in der Ostsee und spielt eine wichtige Rolle in der erneuerbaren Energieversorgung. Dieser Vorfall zeigt die Risiken, die mit der Wartung und dem Betrieb solcher Anlagen verbunden sind, und betont gleichzeitig die Bedeutung professioneller Seenotrettungsdienste.

Die DGzRS und ihre Partner bewiesen an diesem Osterwochenende erneut ihre Einsatzbereitschaft und Effizienz in Notfällen auf See. Solche Einsätze erfordern präzise Koordination und schnelles Handeln, um Mensch und Umwelt zu schützen. Die erfolgreiche Rettung unterstreicht den Wert der internationalen Zusammenarbeit in maritimen Notsituationen.

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