ICE nach Oberleitungsschaden erreicht Wittenberg eigenständig
Ein ICE mit Hunderten Reisenden an Bord, der am Freitagmittag in Sachsen-Anhalt durch einen Oberleitungsschaden beschädigt wurde und liegen blieb, hat den Bahnhof Wittenberg erreicht. Dies bestätigte ein Sprecher des Landkreises Wittenberg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Laut einem dpa-Reporter vor Ort konnte der Zug am Abend eigenständig dorthin fahren, sodass die Fahrgäste umsteigen konnten.
Komplizierte Rettungsmaßnahmen geplant
Zunächst hatte die Deutsche Bahn mitgeteilt, dass ein Ersatzzug wegen abgeschalteten Stroms nicht eingesetzt werden könne und die Reisenden stattdessen in Bussen weiterfahren müssten. Anschließend planten der Landkreis und die Feuerwehr, den Fernzug mit den Passagieren an Bord abzuschleppen. Ein Schleppzug der Deutschen Bahn war bereits vor Ort und hatte den Zug mit Druckluft aufgepumpt, um ihn für den Transport vorzubereiten.
Der ICE war auf dem Weg von Berlin nach Halle, als er am Mittag von einer gerissenen Oberleitung getroffen wurde. Die genaue Ursache des Schadens ist noch unklar, aber es wird vermutet, dass Witterungseinflüsse oder Materialermüdung eine Rolle gespielt haben könnten. Die Reisenden berichteten von einer angespannten Atmosphäre während der mehrstündigen Verzögerung, doch dank der schnellen Reaktion der Einsatzkräfte blieb die Situation unter Kontrolle.
Die Deutsche Bahn kündigte an, die betroffenen Fahrgäste über alternative Verbindungen zu informieren und Entschädigungen gemäß den Fahrgastrechten zu prüfen. Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen im deutschen Schienennetz, insbesondere bei extremen Wetterbedingungen oder unvorhergesehenen technischen Störungen.



