Die Demokratie in Deutschland steht unter Druck: Im Bundestagswahljahr 2025 hat die Polizei so viele politisch motivierte Straftaten erfasst wie nie zuvor. Mit über 14.000 registrierten Delikten wurde ein neuer Negativrekord aufgestellt. Besonders betroffen waren Politiker der Grünen und der AfD, aber auch andere Parteien und Amtsträger sahen sich vermehrten Angriffen ausgesetzt.
Schläge und Steinschleudern: Die Gewalt eskaliert
Die Taten reichten von Beleidigungen und Sachbeschädigungen bis hin zu schweren Körperverletzungen. In mehreren Fällen kam es zu tätlichen Angriffen auf Wahlkampfhelfer und Mandatsträger. So wurde ein grüner Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen niedergeschlagen, ein AfD-Kandidat in Sachsen mit einer Steinschleuder attackiert. Die Polizei spricht von einer besorgniserregenden Radikalisierung des politischen Klimas.
Steigende Zahlen bei allen Parteien
Die Statistik des Bundeskriminalamts zeigt, dass die Zahl der politisch motivierten Straftaten im Vergleich zum vorherigen Bundestagswahljahr 2021 um rund 30 Prozent zugenommen hat. Während die meisten Delikte aus dem rechtsextremen Spektrum stammen, nehmen auch Angriffe von links und aus dem islamistischen Bereich zu. Die Grünen verzeichneten mit einem Plus von 40 Prozent die stärkste Zunahme, gefolgt von der AfD mit 35 Prozent.
Demokratie in Gefahr? Experten schlagen Alarm
Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperten warnen vor einer Erosion der demokratischen Kultur. Die Hemmschwelle für Gewalt gegen politische Gegner sinke, die verbale Radikalisierung in sozialen Medien heize die Stimmung weiter an. Der Bundesinnenminister kündigte verstärkte Schutzmaßnahmen für Wahlkämpfer und eine bessere Vernetzung der Sicherheitsbehörden an. Auch zivilgesellschaftliche Initiativen fordern mehr Einsatz für Respekt und Toleranz.
Die Entwicklung zeigt: Der Schutz der Demokratie erfordert nicht nur staatliche Maßnahmen, sondern auch ein entschlossenes Eintreten der Gesellschaft gegen Hass und Gewalt. Die Rekordzahlen sind ein Alarmzeichen, das ernst genommen werden muss.



