Kommentar: DGB-Steuerkonzept ist der ultimative Standortkiller
DGB-Steuerkonzept: Ultimativer Standortkiller

Kommentar: Das Steuerkonzept des DGB ist der ultimative Standortkiller

Hoher Spitzensteuersatz, Vermögensabgabe, höhere Unternehmensteuern. Der DGB verabschiedet sich aus jeder seriösen Debatte und sagt der Regierung den Kampf an.

Von Martin Greive | 04.06.2026 - 10:44 Uhr

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DGB-Chefin Yasmin Fahimi: Der DGB hat ein neues Steuerkonzept vorgestellt. Foto: dpa

Vom früheren DGB-Funktionär Friedhelm Farthmann stammt der Satz: „Um den Sozialstaat zu retten, wird es nicht reichen, ein paar Milliardäre zu enteignen.“ Farthmann war in den Sechziger- und Siebzigerjahren beim Deutschen Gewerkschaftsbund aktiv. Und damals schon weiter, als es seine Nachfolger im Jahr 2026 sind.

Der DGB hat ein neues Steuerkonzept vorgestellt, das sich wie eine Blaupause für die endgültige Zerstörung des Industriestandorts Deutschland liest. Deutlich höherer Spitzensteuersatz, Vermögensabgabe, Vermögensteuer, höhere Unternehmensteuern, höhere Erbschaftsteuer, höhere Kapitalsteuern. Der DGB hat in seiner Sammlung des Schreckens wirklich nichts vergessen.

Man fragt sich nur: Für welche Arbeitgeber wollen die Gewerkschaften dann eigentlich noch Arbeitnehmer vorhalten? Es würde schlicht keine Unternehmen mehr geben, bei denen diese noch arbeiten könnten, würden die Vorschläge umgesetzt. Oder ist genau das der Plan des DGB?

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Natürlich kann man darüber reden, ob Arbeit in Deutschland zu hoch und Vermögen zu gering besteuert wird. Es gibt ohne jeden Zweifel Gerechtigkeitslücken im Steuersystem, die Ausnahmen für Betriebserben zum Beispiel oder die Steuerfreiheit auf Immobilien. Wer untere und mittlere Einkommen entlasten will, wird auch um einen leicht höheren Steuersatz nicht umhinkommen, das hat sogar die Union inzwischen verstanden.

Aber in dieser Radikalität sind die Vorschläge des DGB schlicht: der ultimative Standortkiller.

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