Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke (SPD) hat den Bund fürs Leben geschlossen. Der 41-Jährige und seine langjährige Lebensgefährtin Kathrin Lindenberg gaben sich im Rathaus von Frankfurt (Oder) das Jawort und heirateten standesamtlich. Die Zeremonie war romantisch: Wilke gab seiner frischgebackenen Ehefrau einen Kuss.
Romantische Hochzeit im Rathaus
Die Braut trug ein weißes Kleid, der Bräutigam erschien mit Jacke, Weste und Fliege in Lila-Tönen. Ein Teil des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt spielte drei Ständchen im Foyer des Rathauses, darunter den traditionellen Hochzeitsmarsch und ein Stück aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Wilke bedankte sich bei den Musikern für die musikalische Untermalung.
Zu den Gratulanten zählte auch Wilkes Nachfolger als Frankfurter Oberbürgermeister, Axel Strasser. Mehrere Dutzend Menschen versammelten sich vor dem Rathaus, darunter auch Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes.
Besondere Hochzeitsreise geplant
Das Paar hat sich für die Hochzeitsreise etwas Besonderes vorgenommen: Wilke will mit seiner Ehefrau auf dem Jakobsweg in Nordspanien pilgern. Dies hatte der SPD-Politiker bereits bei einem Bürgerdialog in Rathenow im Havelland am 19. Mai verraten. Kathrin Lindenberg arbeitet im Rathaus und leitet das Büro der Stadtverordnetenversammlung. Die Verlobung hatte Wilke im Dezember öffentlich gemacht.
Politischer Werdegang von René Wilke
Der frühere Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) war im Mai vergangenen Jahres Innenminister geworden. Er folgte auf die zurückgetretene SPD-Politikerin Katrin Lange. Nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition und der Bildung einer rot-schwarzen Regierung übernahm Wilke im März dieses Jahres ein Superressort: Arbeit, Gesundheit, Soziales und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Wilke ist SPD-Mitglied. Nach 24 Jahren Mitgliedschaft bei der Linken trat er im Jahr 2024 aus Unmut aus der Partei aus. Nachdem er Innenminister geworden war, ließ er zunächst einen Eintritt in eine Partei offen und trat dann 2025 der SPD bei. Wilke gilt als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Er lebt weiterhin in seiner Geburtsstadt Frankfurt (Oder).



