Rekordbeteiligung trotz Hitze
Die Kieler Woche 2026 lockte trotz hochsommerlicher Temperaturen rund 185.000 Zuschauer an die Kiellinie und die Strände, um die traditionelle Windjammerparade zu beobachten. Dies teilte die Stadtverwaltung mit. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Besucherzahl um etwa 15.000 Menschen, als rund 170.000 das Spektakel verfolgten.
Wenig Wind, aber volle Segel
Eine Stadtsprecherin erklärte gegenüber der dpa: „Aber die Segel konnten natürlich trotzdem gesetzt werden.“ Sie räumte ein, dass ab und zu Skipper ihre Motoren nutzen mussten. „Auf dem Wasser ist es, glaube ich, der kühlste Fleck, gerade bei den Temperaturen“, fügte sie hinzu. Die Parade startete gegen 11 Uhr auf der Kieler Förde und musste bis zu einer gedachten Linie zwischen Kiel-Schilksee und Laboe in Formation bleiben.
„Thor Heyerdahl“ an der Spitze
In diesem Jahr führte das deutsche Traditionsschiff „Thor Heyerdahl“ die Segelparade an. Weitere teilnehmende Schiffe waren die „Mare Frisium“, die „Amphitrite“, die „Großherzogin Elisabeth“ und die „Swaensborgh“. Die Sprecherin zählte „53 Traditionsschiffe, 55 Sportboote und jede Menge Zuschauerboote“. Insgesamt seien 700 bis 800 Boote auf der Förde zur Jubiläumsparade unterwegs gewesen. Die Zuschauerboote fuhren am Rand der Parade.
Beste Aussichtspunkte
Viele Schaulustige versammelten sich am Falckensteiner Strand, an der Kiellinie, am Holtenauer Leuchtturm und auf dem ehemaligen MFG-5-Gelände in Holtenau. Auf dem Ostufer bot der Fördewanderweg in Mönkeberg, Kitzeberg und Möltenort gute Blicke auf das Geschehen. Die Parade gilt als maritimer Höhepunkt der am Sonntag endenden Kieler Woche 2026.
Hitze beeinträchtigt Programm
Während die Kieler Woche trotz der Hitze stattfand, wurden einzelne Programmpunkte abgesagt. Die Windjammerparade blieb jedoch ein Publikumsmagnet. Im Vorjahr hatte das deutsche Segelschulschiff „Gorch Fock“ die Parade angeführt, das derzeit auf USA-Reise ist.



